Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1965
Dokumentenedition zur deutschen Außenpolitik 1965
Quellenstarke Dokumentation: Erleben Sie, wie Deutschlands Israelpolitik 1965 internationale Beziehungen nachhaltig veränderte.
Kurz und knapp
- Dreiteilige wissenschaftliche Edition zur deutschen Außenpolitik im Schlüsseljahr 1965, herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte.
- Die Bände dokumentieren zentrale politische Entwicklungen anhand erstmals zugänglicher Geheimdokumente und sorgfältig edierter Originalquellen.
- Im Mittelpunkt stehen Bundeskanzler Ludwig Erhards Entscheidung für diplomatische Beziehungen mit Israel, die Einstellung der Wirtschaftshilfe an Ägypten und die daraus entstehenden internationalen Reaktionen.
- Beleuchtet werden außerdem der anschließende Botschafteraustausch mit Israel, der Abbruch diplomatischer Beziehungen durch zahlreiche arabische Staaten sowie der wachsende Einflusskonflikt zwischen Bundesrepublik und DDR in Afrika.
- Geeignet für Studierende, Historiker und politisch Interessierte, die deutsche Geschichte, internationale Beziehungen oder die Entwicklung des Nahostkonflikts anhand authentischer Quellen untersuchen möchten.
- Herausgegeben von Hans-Peter Schwarz sowie Helga Haftendorn, Klaus Hildebrand, Werner Link, Horst Möller und Rudolf Morsey; die wissenschaftliche Leitung hatte Rainer Blasius.
Beschreibung:
Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1965 bieten einen umfassenden und quellenreichen Einblick in die deutsche Außenpolitik eines politisch entscheidenden Jahres. Herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte, dokumentieren die drei Bände zentrale außenpolitische Entwicklungen der Bundesrepublik Deutschland anhand erstmals zugänglicher Geheimdokumente.
Im Mittelpunkt steht der Entschluss von Bundeskanzler Ludwig Erhard vom 7. März 1965, Israel die Aufnahme diplomatischer Beziehungen anzubieten und zugleich die Wirtschaftshilfe an Ägypten einzustellen. Die daraus entstehenden diplomatischen Spannungen führten zur Vereinbarung vom 12. Mai über den Austausch von Botschaftern zwischen der Bundesrepublik und Israel. In der Folge brach die Mehrzahl der arabischen Staaten ihre diplomatischen Beziehungen zu Bonn ab.
Die Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1965 zeigen anschaulich, wie komplex die politischen Entscheidungsprozesse hinter diesen historischen Ereignissen waren. Auch die zunehmende außenpolitische Defensive der Bundesrepublik in Afrika wird ausführlich beleuchtet. Die Errichtung eines Generalkonsulats der DDR in Tansania verdeutlicht den wachsenden Einflusskonflikt zwischen Bundesrepublik und DDR auf internationaler Ebene.
Wer sich für deutsche Geschichte, internationale Beziehungen oder die Geschichte des Nahostkonflikts interessiert, erhält mit dieser Edition eine wertvolle wissenschaftliche Arbeitsgrundlage. Die sorgfältig edierten Dokumente ermöglichen es, politische Entscheidungen, diplomatische Überlegungen und internationale Reaktionen im Originalzusammenhang nachzuvollziehen.
Beim Lesen lässt sich nachvollziehen, wie ein einzelner Beschluss im Bonner Kanzleramt eine Kette diplomatischer Reaktionen auslöste: Aus dem Entschluss, Israel diplomatisch anzuerkennen, entwickelte sich innerhalb weniger Wochen eine weitreichende Neuordnung der Beziehungen zu Israel und den arabischen Staaten. Gerade diese unmittelbare Nähe zu den historischen Quellen macht die Aktenausgabe besonders eindrucksvoll.
Herausgeber der Edition sind Hans-Peter Schwarz als Hauptherausgeber sowie Helga Haftendorn, Klaus Hildebrand, Werner Link, Horst Möller und Rudolf Morsey als Mitherausgeber. Die wissenschaftliche Leitung lag bei Rainer Blasius. Damit steht das Werk für eine fundierte, institutionell abgesicherte Aufarbeitung der deutschen Außenpolitik.
Als Fachbuch aus den Bereichen Geschichtswissenschaft und Deutsche Geschichte richten sich die Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1965 an Studierende, Historiker, politisch Interessierte sowie alle, die historische Entwicklungen anhand authentischer Quellen erforschen möchten. Die Ausgabe verbindet wissenschaftliche Genauigkeit mit einem spannenden Einblick in ein Schlüsseljahr der bundesdeutschen Außenpolitik.
Letztes Update: 24.07.2026 02:59
Praktische Tipps
- Geeignet ist die Edition besonders für Studierende, Forschende und politisch Interessierte mit Schwerpunkt auf deutscher Nachkriegsgeschichte, internationaler Diplomatie oder dem Nahostkonflikt; wegen des Quellencharakters eignet sie sich weniger als reine Einführung.
- Grundkenntnisse zur Bundesrepublik der 1960er-Jahre, zur Hallstein-Doktrin sowie zu den Beziehungen zwischen Bundesrepublik, DDR, Israel und den arabischen Staaten erleichtern die Einordnung der Dokumente.
- Arbeiten Sie chronologisch und markieren Sie bei jedem Dokument Datum, Verfasser, Adressat, Anlass und Entscheidungsfolgen; besonders beim Entschluss vom 7. März und der Vereinbarung vom 12. Mai 1965 wird so die diplomatische Eskalationskette nachvollziehbar.
- Vergleichen Sie die Akten zu Israel und den arabischen Staaten mit den Dokumenten zur DDR-Außenvertretung in Tansania, um unterschiedliche Schauplätze und Instrumente bundesdeutscher Außenpolitik im selben Jahr herauszuarbeiten.
- Für die Vertiefung bieten sich die benachbarten Jahrgänge der Edition sowie Forschungsliteratur zur Hallstein-Doktrin, zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Bundesrepublik und Israel und zur deutsch-deutschen Konkurrenz in Afrika an.