Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1964
Dokumente zur deutschen Außenpolitik im Kalten Krieg
Geheime Diplomatie entschlüsselt: Originaldokumente zeigen die Außenpolitik der Bundesrepublik 1964 und ihre Wendepunkte.
Kurz und knapp
- Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1964 dokumentiert zentrale Entwicklungen der bundesdeutschen Außenpolitik während des Kalten Krieges anhand wissenschaftlich edierter Originaldokumente.
- Der Band enthält zahlreiche bislang geheime Schriftstücke und macht historische Entscheidungsprozesse, politische Überlegungen und diplomatische Strategien nachvollziehbar.
- Ein besonderer Schwerpunkt ist das Gespräch zwischen Alexej Adschubej und Bundeskanzler Ludwig Erhard am 28. Juli 1964, dessen erstmals veröffentlichtes Protokoll Hoffnungen auf eine deutsch-sowjetische Annäherung einordnet.
- Das Fachbuch beleuchtet die Beziehungen der Bundesrepublik zur Sowjetunion und zu den westlichen Staaten sowie die damaligen Erwartungen an die deutsche Wiedervereinigung.
- Herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte, bietet der Band eine verlässliche Grundlage für Studium, Forschung und anspruchsvolle historische Lektüre.
- Zu den Herausgebern zählen Hans-Peter Schwarz, Helga Haftendorn, Klaus Hildebrand, Werner Link, Horst Möller und Rudolf Morsey; die wissenschaftliche Leitung hatte Rainer Blasius.
Beschreibung:
Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1964 dokumentieren zentrale Entwicklungen der deutschen Außenpolitik in einer politisch besonders spannungsreichen Phase des Kalten Krieges. Herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte, bietet dieser wissenschaftlich fundierte Band einen einzigartigen Zugang zu bislang geheimen Schriftstücken und historischen Entscheidungsprozessen.
Im Mittelpunkt steht unter anderem der Besuch von Alexej Adschubej, dem Schwiegersohn des sowjetischen Ministerpräsidenten, bei Bundeskanzler Ludwig Erhard am 28. Juli 1964 in Bonn. Viele Zeitgenossen verbanden mit dieser Begegnung die Hoffnung auf neue Impulse für die deutsche Wiedervereinigung. Das erstmals veröffentlichte Gesprächsprotokoll zeigt jedoch, dass die Unterredung weit weniger spektakulär verlief als erwartet. Der spätere Sturz Nikita Chruschtschows zerstörte zudem die Hoffnungen auf eine deutsch-sowjetische Gipfelbegegnung.
Eine solche historische Episode macht den besonderen Wert der Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1964 deutlich: Hinter offiziellen Stellungnahmen und öffentlichen Schlagzeilen werden die tatsächlichen Überlegungen von Politikern und Diplomaten sichtbar. Leserinnen und Leser können nachvollziehen, welche Erwartungen, Unsicherheiten und strategischen Interessen die Außenpolitik der Bundesrepublik prägten.
Der Jahrgang versammelt eine Fülle bislang geheimer Dokumente und beleuchtet weitere wichtige außenpolitische Themen des Jahres 1964. Damit eignet sich das Fachbuch für alle, die sich intensiv mit deutscher Geschichte, internationaler Diplomatie und den Beziehungen zwischen der Bundesrepublik, der Sowjetunion und den westlichen Staaten beschäftigen.
Herausgeber sind Hans-Peter Schwarz als Hauptherausgeber sowie Helga Haftendorn, Klaus Hildebrand, Werner Link, Horst Möller und Rudolf Morsey als Mitherausgeber. Die wissenschaftliche Leitung lag bei Rainer Blasius. Diese renommierte editorische Bearbeitung macht den Band zu einer verlässlichen Quelle für Forschung, Studium und anspruchsvolle historische Lektüre.
Ob für ein geschichtswissenschaftliches Studium, die wissenschaftliche Recherche oder das private Interesse an der deutschen Nachkriegsgeschichte: Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1964 liefert fundierte Einblicke in eine Zeit, in der sich Hoffnungen auf Annäherung und Wiedervereinigung mit den Realitäten des Kalten Krieges messen mussten. Das Werk ist den Kategorien Bücher, Fachbücher, Geschichtswissenschaft und Deutsche Geschichte zugeordnet.
Letztes Update: 24.07.2026 02:59
Praktische Tipps
- Geeignet ist der Quellenband vor allem für Studierende, Forschende und historisch interessierte Leser mit Interesse an deutscher Außenpolitik, Kaltem Krieg und deutsch-sowjetischen Beziehungen.
- Grundkenntnisse zur Bundesrepublik, zur deutschen Teilung und zum Ost-West-Konflikt erleichtern den Einstieg; zentrale Ereignisse wie die Kanzlerschaft Ludwig Erhards und der Chruschtschow-Sturz sollten bei Bedarf parallel nachgeschlagen werden.
- Arbeiten Sie zuerst mit Inhaltsverzeichnis, Personen- und Sachregister und lesen Sie anschließend ausgewählte Dokumente vollständig; markieren Sie dabei Datum, Absender, Empfänger, politische Zielsetzung und den jeweiligen historischen Kontext.
- Vergleichen Sie öffentliche Stellungnahmen von 1964 mit den abgedruckten internen Schriftstücken, besonders beim Gespräch Alexej Adschubejs mit Ludwig Erhard am 28. Juli 1964, um Unterschiede zwischen offizieller Darstellung und internen Erwartungen herauszuarbeiten.
- Für die Vertiefung bieten sich weitere Jahrgänge der Reihe sowie Literatur zur deutschen Wiedervereinigung, zur Ostpolitik, zur NATO und zu den internationalen Folgen des Chruschtschow-Sturzes an; nutzen Sie bei wissenschaftlichen Arbeiten die genaue Dokumentennummer und Seitenangabe als Beleg.