Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1971
Quellenband zur deutschen Außenpolitik 1971
Authentische Quellen zu Brandts Ostpolitik: Erschließen Sie Deutschlands Außenpolitik 1971 wissenschaftlich fundiert und detailliert.
Kurz und knapp
- Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1971 dokumentieren zentrale außenpolitische Entwicklungen der Bundesrepublik im Jahr 1971 anhand authentischer Quellen.
- Im Mittelpunkt stehen Willy Brandts Reise in die Sowjetunion, die Gespräche mit Leonid Breschnew sowie die Entwicklung der deutsch-sowjetischen Beziehungen.
- Der Band beleuchtet die Verbindung zwischen Außenpolitik und innenpolitischen Konflikten, insbesondere die Debatten über die Ostverträge und das Vier-Mächte-Abkommen über Berlin.
- Die Dokumente bieten eine fundierte Quellenbasis zur Erforschung der Neuen Ostpolitik, der internationalen Lage im geteilten Deutschland und politischer Entscheidungsprozesse.
- Das Werk eignet sich für Studierende, Forschende, den Geschichts- und Politikunterricht sowie historisch und politisch interessierte Leser.
- Herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte, mit Hans-Peter Schwarz als Hauptherausgeber und Ilse Dorothee Pautsch in der wissenschaftlichen Leitung.
Beschreibung:
Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1971 dokumentieren einen entscheidenden Abschnitt der deutschen Nachkriegsgeschichte. Herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte, bietet der Band einen fundierten Einblick in die außenpolitischen Entwicklungen der Bundesrepublik im Jahr 1971.
Im Mittelpunkt steht unter anderem die Reise von Bundeskanzler Willy Brandt in die Sowjetunion im September 1971. Die Gespräche mit Generalsekretär Leonid Breschnew auf der Krim wurden von den Westmächten aufmerksam und teilweise mit Misstrauen beobachtet. Zugleich markierten sie einen wichtigen Schritt bei der weiteren Gestaltung der deutsch-sowjetischen Beziehungen – ein Jahr nach der Unterzeichnung des Moskauer Vertrags.
Besonders anschaulich zeigt der Band, wie eng die außenpolitischen Verhandlungen mit den innenpolitischen Auseinandersetzungen in Bonn verbunden waren. Brandt wurde während seines Besuchs mit dem sowjetischen Junktim zwischen der Ratifizierung des Moskauer Vertrags durch den Deutschen Bundestag und der Unterzeichnung des Schlussprotokolls zum kurz zuvor geschlossenen Vier-Mächte-Abkommen über Berlin konfrontiert. Dadurch geriet die ohnehin umstrittene Zustimmung zu den Ostverträgen zusätzlich unter Druck.
Wer die Neue Ostpolitik, die deutsch-sowjetischen Beziehungen und die internationale Lage im geteilten Deutschland aus erster Hand nachvollziehen möchte, findet in den Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1971 eine wertvolle Quellenbasis. Die veröffentlichten Dokumente machen politische Entscheidungsprozesse transparent und ermöglichen es, historische Entwicklungen anhand authentischer Materialien detailliert zu untersuchen.
Hauptherausgeber des Bandes ist Hans-Peter Schwarz. Als Mitherausgeber wirkten Helga Haftendorn, Klaus Hildebrand, Werner Link, Horst Möller und Rudolf Morsey mit. Die wissenschaftliche Leitung lag bei Ilse Dorothee Pautsch. Damit richtet sich das Werk sowohl an Studierende und Forschende als auch an historisch und politisch interessierte Leser, die seriöse Fachliteratur zur deutschen Geschichte suchen.
Ein Blick in die Akten vermittelt dabei ein besonders eindrucksvolles Bild: Während die Gespräche auf der Krim als diplomatischer Fortschritt erscheinen konnten, zeigte das sowjetische Junktim zugleich, wie fragil die politische Verständigung weiterhin war. Genau diese Verbindung aus Verhandlung, strategischem Kalkül und innenpolitischer Kontroverse macht den Band zu einer aufschlussreichen Lektüre.
Als Fachbuch aus den Bereichen Politik, Geschichtswissenschaft und Deutsche Geschichte eignet sich die Ausgabe hervorragend für wissenschaftliche Arbeiten, Unterrichtsvorbereitung, historische Studien und die private Sammlung zur Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland.
Letztes Update: 24.07.2026 03:17
Praktische Tipps
- Geeignet für Studierende, Forschende sowie historisch und politisch Interessierte, die die Neue Ostpolitik und die deutsch-sowjetischen Beziehungen anhand amtlicher Quellen untersuchen möchten.
- Grundkenntnisse zur Bundesrepublik, zur deutschen Teilung, zum Moskauer Vertrag und zum Vier-Mächte-Abkommen über Berlin erleichtern den Einstieg; zentrale Begriffe und Akteure sollten bei Bedarf parallel nachgeschlagen werden.
- Arbeiten Sie chronologisch und markieren Sie bei jedem Dokument Datum, Verfasser, Adressat, Anlass sowie die jeweilige Position zu Ostverträgen, Berlin und dem sowjetischen Junktim.
- Für wissenschaftliche Arbeiten empfiehlt sich eine Quellenmatrix, in der Sie Aktenstellen mit veröffentlichten Vertragstexten, Bundestagsdebatten und Forschungsliteratur zur Ostpolitik vergleichen.
- Als weiterführende Themen bieten sich Brandts Krim-Reise im September 1971, die Ratifizierungsdebatte der Ostverträge, das Berlin-Abkommen sowie die Rolle der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der Sowjetunion an.