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    Thüringen: Höcke scheitert erneut, politische Debatten spitzen sich zu

    KI-generiert
    28.08.2026 40 mal gelesen 1 Kommentare

    Von einem gescheiterten Misstrauensvotum in Thüringen über Hitzeschutz und eine mögliche Rüstungsproduktion bei Volkswagen bis zum Streit um die AfD und eine kommunale Vertrauenskrise: Der Pressespiegel zeigt, wie eng politische Machtfragen, gesellschaftliche Konflikte und wirtschaftliche Entscheidungen derzeit miteinander verknüpft sind.

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    Thüringen: Höcke scheitert erneut mit Misstrauensvotum gegen Voigt

    Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke ist erneut mit dem Versuch gescheitert, CDU-Ministerpräsident Mario Voigt abzulösen. Der Misstrauensantrag der AfD-Fraktion blieb im Landtag in Erfurt erfolglos.

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    Bei der geheimen Abstimmung erhielt Höcke 33 Stimmen und damit eine mehr, als die AfD-Fraktion Abgeordnete hat. Drei Abgeordnete enthielten sich, 49 stimmten gegen ihn. Damit gab es zwei Enthaltungen mehr als beim ersten AfD-Misstrauensvotum im Februar.

    Anlass für den erneuten Vorstoß war Voigts aberkannter Doktortitel sowie sein erfolgloser Widerspruch dagegen bei der TU Chemnitz. Höcke forderte Voigt auf, daraus Konsequenzen zu ziehen und zurückzutreten. Zudem griff er den Ministerpräsidenten wegen einer umstrittenen Nutzung künstlicher Intelligenz bei einem Zeitungsbeitrag und bei einer Rede zum Holocaust-Gedenken an.

    „Ich werde mich von Ihnen nicht klein machen lassen“, sagte Mario Voigt in Richtung seines politischen Kontrahenten.

    Vertreter der Regierungskoalition aus CDU, BSW und SPD warfen Höcke eine rechtsextremistische Haltung und eine politische Showveranstaltung kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor. Voigt bezeichnete das Abstimmungsergebnis als Rückenstärkung.

    Die Abstimmung galt zugleich als Test für den Zusammenhalt der Thüringer Brombeerkoalition. Die Koalition verfügt über 44 der 88 Sitze im Landtag und ist daher immer wieder auf Kompromisse mit der oppositionellen Linken angewiesen.

    Im Thüringer Verfassungssystem kann ein Ministerpräsident nur dann durch ein Misstrauensvotum abgelöst werden, wenn die Mehrheit der Abgeordneten zugleich einen Nachfolger wählt. Wie sich zwei BSW-Abgeordnete verhielten, die dem Lager von Parteigründerin Sahra Wagenknecht zugerechnet werden, blieb wegen der geheimen Abstimmung unklar.

    Auch mit Blick auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September hatte der Vorgang politische Bedeutung. Die AfD strebt dort eine absolute Mehrheit an; laut einer neuen ZDF-Umfrage liegt sie derzeit bei 40 Prozent, was nicht für eine Alleinregierung reichen dürfte.

    Zusammenfassung: Höcke erhielt 33 Stimmen, 49 Abgeordnete stimmten gegen ihn und drei enthielten sich. Voigt bleibt Ministerpräsident; die Koalition aus CDU, BSW und SPD verfügt über 44 der 88 Sitze.

    Quelle: SZ.de

    Grüne fordern mehr Klimaanpassung und Hitzeschutz

    Die Grünen wollen die politische Debatte stärker auf die Anpassung an zunehmende Hitze und Extremwetter richten. Parteivorsitzende Franziska Brantner und Felix Banaszak traten gemeinsam mit dem Berliner Spitzenkandidaten Werner Graf auf, um über Klimaanpassung zu sprechen.

    Der Termin fand an einem 2024 fertiggestellten Zweirichtungsradweg mit Seitenbegrünung statt. Der Bericht schildert zugleich die schwierigen Bedingungen vor Ort: In der Grünanlage standen Zelte obdachloser Menschen, der Bürgersteig war dreckig und in umliegenden Straßenzügen wurde gedealt.

    Banaszak kritisierte, Klimaschutz werde von politischen Mitbewerbern weiterhin als Zukunftsaufgabe bezeichnet. Er sprach von mindestens 12.000 bis 13.000 Hitzetoten in diesem Sommer und bezeichnete dies als Negativrekord. In Altenheimen und Krankenhäusern habe sich demnach eine „stille Katastrophe“ ereignet.

    „Wenn ich diesen Begriff so definiere, dann haben wir derzeit Rechtsextremisten in der Bundesregierung“, sagte Sahra Wagenknecht im Focus-Podcast, wie ntv.de berichtet.

    Die Grünen fordern, Klimaschutz im Grundgesetz zu verankern und die Finanzierung der Klimaanpassung stärker durch den Bund abzusichern. Nach Banaszaks Einschätzung scheitere Klimaschutz in den Kommunen spätestens am Budget, solange er eine freiwillige Aufgabe bleibe.

    In einem Beschlusspapier des Grünen-Vorstands in Berlin mit dem Titel „Hitzeschutz jetzt zur Priorität machen“ werden konkrete Maßnahmen genannt. Dazu gehören Kühlmöglichkeiten für Schulen, Kitas, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, ein Hitze-Stab in jedem Rathaus sowie Trinkwasserspender, Schattenplätze und Nebelduschen.

    Außerdem verweisen die Grünen auf das „3-30-300-Prinzip“. Danach sollen von jedem Wohnhaus mindestens drei große Bäume sichtbar sein, jeder Stadtteil und jedes Dorf eine Baumkronenabdeckung von mindestens 30 Prozent erreichen und jedes Haus maximal 300 Meter von einer öffentlichen Grünfläche oder einem Park entfernt sein.

    ForderungAngabe
    Hitzetote in diesem Sommermindestens 12.000 bis 13.000
    Fertigstellung des Zweirichtungsradwegs2024
    3-30-300-Prinzipmindestens drei große Bäume sichtbar; mindestens 30 Prozent Baumkronenabdeckung; maximal 300 Meter bis zu einer öffentlichen Grünfläche oder einem Park

    Die Grünen führen außerdem wirtschaftliche Schäden des Hitzesommers 2026 an. Genannt werden gestörte Lieferketten durch schmelzende Gleisbette sowie Rekordniedrigwasser in Donau, Rhein und Elbe.

    Trotz der Extremwetterereignisse haben sich die Umfragewerte der Grünen laut RTL/ntv-Trendbarometer nicht nach oben bewegt. Seit Ende Mai verharrt die Partei demnach bei 15 bis 16 Prozent. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern könnte dies für einen Wiedereinzug in den Landtag und jeweils eine neue Regierungsbeteiligung reichen.

    Zusammenfassung: Die Grünen fordern bundesweite Unterstützung für Hitzeschutz und Klimaanpassung. Im Mittelpunkt stehen mindestens 12.000 bis 13.000 Hitzetote, wirtschaftliche Schäden des Hitzesommers 2026 und das 3-30-300-Prinzip.

    Quelle: ntv.de

    Volkswagen-Werk in Osnabrück könnte Militärausrüstung produzieren

    Im Volkswagen-Werk in Osnabrück könnte künftig serienmäßig Militärausrüstung hergestellt werden. Nach Informationen von BILD steht eine Einigung mit einem Rüstungsunternehmen kurz bevor.

    Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg plant der israelische Rüstungskonzern Rafael Advanced Defense Systems die Produktion von Unterstützungsausrüstung für das Luftverteidigungssystem „Iron Dome“ in Deutschland. Dazu sollen schwere Lastwagen für den Transport von Raketen, Abschussvorrichtungen und Stromgeneratoren gehören.

    Für eine Kooperation wird dem Bericht zufolge ein organisatorischer Umweg geprüft. Volkswagens Großaktionär Katar soll Einwände gegen ein direktes Engagement des israelischen Unternehmens haben. Deshalb gibt es Überlegungen, dass das Land Niedersachsen Teile des Werks übernimmt und gemeinsam mit Rafael ein Gemeinschaftsunternehmen gründet.

    Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies besuchte am Mittwoch das VW-Werk in Osnabrück. Er erklärte, das Land prüfe, ob und in welcher Form es sich an einer möglichen industriellen Zukunftslösung für den Standort beteiligen könne.

    „Der Standort verfügt über hoch motivierte Kollegen und größtes technisches Know-how – diese Basis wollen wir für eine tragfähige wirtschaftliche Zukunft nutzen“, sagte Olaf Lies laut BILD.

    Wie die HAZ berichtet, könnte sich der Einstieg des Landes auf ein Volumen von 200 Millionen Euro belaufen, möglicherweise unter Beteiligung des Bundes. Eine Vereinbarung mit Rafael könnte Berichten zufolge bereits im September unterzeichnet werden. Sie soll auch Thema bei der VW-Aufsichtsratssitzung am 4. September sein.

    Die Zukunft des Standorts ist mit dem Aus der bisherigen Fahrzeugproduktion verbunden. Im kommenden Jahr läuft die Produktion des T-Roc-Cabrios in Osnabrück aus. Volkswagen und der Betriebsrat haben vereinbart, nach Möglichkeiten für eine weitere Nutzung des Werks zu suchen.

    Bislang wurden in Osnabrück lediglich einzelne Prototypen von Militärfahrzeugen produziert. Eine Serienproduktion von Unterstützungsausrüstung für „Iron Dome“ wäre daher eine neue Nutzungsperspektive für den Standort.

    AspektAngabe
    Möglicher ProduktionsstandortVW-Werk in Osnabrück
    Möglicher RüstungspartnerRafael Advanced Defense Systems
    Mögliches Volumen des Einstiegs des Landes Niedersachsen200 Millionen Euro
    Möglicher Termin für eine VereinbarungSeptember
    VW-Aufsichtsratssitzung4. September
    Auslaufendes ModellT-Roc-Cabrio im kommenden Jahr

    Zusammenfassung: Das VW-Werk in Osnabrück könnte künftig Unterstützungsausrüstung für „Iron Dome“ fertigen. Geprüft werden eine Beteiligung Niedersachsens, ein Gemeinschaftsunternehmen mit Rafael und ein mögliches Volumen von 200 Millionen Euro.

    Quelle: BILD

    Wagenknecht bezeichnet Teile der Bundesregierung als „rechtsextrem“

    BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hält Teile der Bundesregierung für „rechtsextrem“. Im Focus-Podcast „Machtmenschen“ begründete sie dies mit einem ihrer Definition nach autoritären Kurs, Einschränkungen der Meinungsfreiheit und einem Abbau von Demokratie.

    Auf die Frage, ob sie die AfD als rechtsextremistisch einstufe, verwies Wagenknecht auf die notwendige Auseinandersetzung mit deren Positionen. Sie sagte, es gebe in der AfD Personen, die sehr weit rechts stünden, und stellte die Frage: „Was ist heute rechts, was ist links?“

    Wagenknecht kritisierte außerdem die Pläne der Bundesregierung, Deutschland zur „größten Militärmacht Europas“ zu machen. Früher habe man eine solche Zielsetzung als rechts, vielleicht sogar als rechtsextrem, eingeordnet.

    Eine weitergehende Begründung für ihre Einschätzung der Bundesregierung führte Wagenknecht dem Bericht zufolge nicht aus. Zugleich hatte sie sich zuletzt mehrfach für eine teilweise Zusammenarbeit mit der AfD ausgesprochen.

    Wagenknecht forderte, die sogenannte Brandmauer zu überwinden. Andernfalls fühle sich fast jeder zweite Wähler „betrogen“. Außerdem müsse respektiert werden, dass die AfD gewählt werde; sie sei die einzige Volkspartei im Osten.

    Der Bericht ordnet den Begriff Rechtsextremismus als Bezeichnung für verschiedene nationalistische, antisemitische, rassistische und fremdenfeindliche Ideologien ein. Die Bundeszentrale für politische Bildung verstehe darunter Einstellungen oder Handlungen, die sich gegen die Gleichheit aller Menschen richten und deshalb verfassungsfeindlich seien.

    Für Sachsen-Anhalt wird eine mögliche Rolle des BSW bei der Regierungsbildung nach der Landtagswahl am 6. September beschrieben. Wagenknecht hatte angekündigt, ihre Partei könne einem AfD-Ministerpräsidenten in Magdeburg durch Enthaltung im entscheidenden Wahlgang zur Macht verhelfen. Dort reiche die einfache Mehrheit, Enthaltungen würden nicht mitgezählt.

    Das Ziel des BSW sei die Abwahl von Ministerpräsident Sven Schulze von der CDU. Gleichzeitig werbe die Partei für einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten und unter Einbindung der AfD regiert.

    „Es wäre fatal, wenn sie jetzt zum Steigbügelhalter für die AfD würden“, sagte Linken-Fraktionschef Sören Pellmann der Rheinischen Post.

    Pellmann verwies darauf, dass das BSW ursprünglich mit dem Anspruch angetreten sei, die AfD kleiner zu machen. Wagenknecht habe früher in Zeiten der Linken oder bereits der PDS einen klar antifaschistischen Kurs vertreten; davon sei sie heute laut Pellmann sehr weit entfernt.

    Zusammenfassung: Wagenknecht bewertet Teile der Bundesregierung als „rechtsextrem“ und fordert zugleich eine Auseinandersetzung mit der AfD sowie ein Ende der „Brandmauer“. In Sachsen-Anhalt könnte eine Enthaltung des BSW bei der Wahl des Ministerpräsidenten den Weg für einen AfD-Ministerpräsidenten öffnen.

    Quelle: DIE ZEIT

    Vertrauenskrise an der Spitze des Rhein-Kreises Neuss

    Im Rhein-Kreis Neuss steht die Zukunft von Kreisdirektor Dirk Brügge im Mittelpunkt einer politischen Vertrauenskrise. RP Online beschreibt Brügge als Schwachstelle an der Spitze der Kreisverwaltung und sieht nun die Politik am Zug.

    Landrätin Katharina Reinhold habe ihren Vertrauensvorschuss für ihren allgemeinen Vertreter verspielt. Wie es an der Spitze der Kreisverwaltung weitergehen soll, wird in dem Bericht als offene politische Frage dargestellt.

    Reinhold hatte dem Artikel zufolge keine Schonfrist. Bereits an ihrem ersten Arbeitstag als Landrätin, dem 1. November 2025, stand die Pilotphase zur Neuorganisation der Kreispolizei auf dem Programm.

    Hinzu kamen die kommunale Haushaltssituation, das Rheinland-Klinikum und das Bevölkerungsschutzzentrum samt Leitstelle. Vor diesem Hintergrund sei ein zusätzliches Problem entstanden, das vermutlich niemand erwartet habe: Der allgemeine Vertreter der Landrätin sei zur Schwachstelle geworden.

    Der Bericht konzentriert sich auf die politische und administrative Vertrauensfrage rund um Dirk Brügge. Konkrete weitere Angaben zu möglichen personellen Entscheidungen oder einem Zeitplan werden in den vorliegenden Inhalten nicht genannt.

    Zusammenfassung: Die politische Zukunft von Kreisdirektor Dirk Brügge im Rhein-Kreis Neuss ist offen. RP Online sieht nach dem Verlust des Vertrauens der Landrätin die Politik in der Verantwortung.

    Quelle: RP Online

    Einschätzung der Redaktion

    Das erneute Scheitern des Misstrauensvotums stärkt Voigt kurzfristig, beseitigt aber nicht die strukturelle Verwundbarkeit seiner Koalition. Entscheidend bleibt, ob CDU, BSW und SPD auch bei künftigen Konflikten gemeinsame Mehrheiten organisieren können.

    Kernaussage: Voigt bleibt im Amt; die politische Stabilität der Brombeerkoalition bleibt dennoch abhängig von wechselnden Kompromissen.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Forderung nach verbindlicher Klimaanpassung gewinnt angesichts zunehmender Hitzebelastung an praktischer Bedeutung. Politisch überzeugend wird sie jedoch erst, wenn Kommunen neben konkreten Vorgaben auch dauerhaft abgesicherte Finanzmittel und klare Zuständigkeiten erhalten.

    Kernaussage: Hitzeschutz ist vor allem eine Umsetzungs- und Finanzierungsfrage, nicht nur ein kommunales Einzelprojekt.

    Einschätzung der Redaktion

    Eine militärische Nutzung könnte dem Standort Osnabrück eine wirtschaftliche Perspektive eröffnen und zugleich industrielle Fähigkeiten für die europäische Verteidigung stärken. Sie verlangt jedoch frühzeitig Klarheit über Finanzierung, Eigentumsverhältnisse, politische Verantwortung und die langfristige Arbeitsplatzsicherung.

    Kernaussage: Das Vorhaben könnte wirtschaftlich und sicherheitspolitisch relevant werden, ist aber noch kein belastbarer Zukunftsplan.

    Einschätzung der Redaktion

    Wagenknechts Gleichsetzung von Teilen der Bundesregierung mit Rechtsextremismus verschärft die politische Polarisierung und verwischt wichtige begriffliche Grenzen. Besonders widersprüchlich wirkt die Verbindung einer solchen Rhetorik mit der Bereitschaft, durch Kooperation oder Enthaltung der AfD politische Macht zu ermöglichen.

    Kernaussage: Die Strategie des BSW könnte seine politische Eigenständigkeit behaupten, birgt aber ein erhebliches Glaubwürdigkeits- und Abgrenzungsrisiko.

    Einschätzung der Redaktion

    Eine Vertrauenskrise an der Verwaltungsspitze ist mehr als ein Personalproblem: Sie kann Entscheidungsfähigkeit, interne Zusammenarbeit und die öffentliche Wahrnehmung des Kreises beeinträchtigen. Deshalb braucht es eine zügige, transparente Klärung der Verantwortlichkeiten, bevor sich der Konflikt auf zentrale Sachaufgaben ausweitet.

    Kernaussage: Die politische Führung muss Vertrauen und Handlungsfähigkeit der Kreisverwaltung kurzfristig wiederherstellen.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Also dieses ständige Misstrauensvotum-Theater in Thüringen wirkt langsam echt wie eine schlechte Dauerserie, nur das am Ende keiner weis wer überhaupt noch zuschaut. Höcke hat zwar eine Stimme mehr bekommen als die AfD Sitze hat, aber 49 dagegen ist halt schon ziemlich eindeutig, auch wenn man das Ergebnis natürlich wieder irgendwie als Erfolg verkaufen kann. Voigt bleibt jedenfalls im Amt, trotz Doktortitel geschichte und der KI sache, die ich ehrlich gesagt immernoch nicht ganz durchschaue. Bei Politikern wird inzwischen ja schon gestritten ob ein Text von einer Maschine mitgeschrieben wurde, während die eigentlichen Probleme liegen bleiben.

    Interessant finde ich auch, das die Brombeerkoalition nur 44 von 88 Sitzen hat. Das ist nicht gerade eine bequeme Mehrheit und bei jeder Abstimmung muss wahrscheinlich irgendwo telefoniert und gefeilscht werden. Mit der Linken zusammen Kompromisse zu machen ist ja nicht automatisch schlimm, aber es zeigt halt wie wackelig das ganze konstrukt ist. Ein Misstrauensvotum kann man verlieren und trotzdem kurzfristig gestärkt daraus hervorgehen, langfristig wirds aber schwierig wenn jede Woche die nächste Machtprobe kommt.

    Das Thema Hitzeschutz klingt dagegen viel weniger nach Show, wird aber leider genauso politisch behandelt. 12.000 bis 13.000 Hitzetote sind eine erschreckende Zahl, wobei man solche Zahlen auch sauber erklären müsste, weil vermutlich nicht jeder einzelne Todesfall direkt an einem Hitzeschlag gestorben ist. Trotzdem ist klar, alte Menschen, Kranke und Leute ohne vernünftige Wohnung leiden bei solchen Temperaturen zuerst. Trinkbrunnen, Schatten und Bäume wären eigentlich keine links grüne Luxus ideen, sondern ziemlich normale Stadtplanung. Das 3-30-300 Prinzip klingt erstmal simpel, aber in vielen Innenstädten ist wahrscheinlich schon ein einziger großer Baum ein Bauantrag mit 40 Seiten.

    Was ich komisch finde: Auf dem Bild oder bei so einem Termin über schöne begrünte Radwege zu reden, während daneben Obdachlose in Zelten liegen und gedealt wird. Da passt die politische Kulisse nicht so richtig zur Realität. Klimaanpassung braucht Geld, ja, aber auch Sozialpolitik, Wohnraum und funktionierende Ordnungsämter. Sonst stellt man einen Nebeldusche auf und wundert sich danach, warum die Leute trotzdem nicht gerne dort leben. Und wenn Kommunen alles selber bezahlen sollen, wird am Ende wieder dort gespart wo sowieso schon alles kaputt ist.

    Beim VW-Werk in Osnabrück bin ich zwiegespalten. Eine Produktion die Arbeitsplätze rettet ist erstmal gut, egal ob Autos oder Lastwagen für Luftabwehrsysteme gebaut werden. Andererseits ist ein Einstieg des Landes mit 200 Millionen Euro natürlich kein Kleingeld, und ein Gemeinschaftsunternehmen über drei Ecken macht die Sache nicht grade übersichtlicher. Wenn Katar wegen Rafael probleme hat und Niedersachsen deshalb irgendwie dazwischen geschaltet wird, klingt das schon nach einer politischen Konstruktion, die später keiner mehr richtig erklären kann. Hoffentlich wird vorher geklärt, wem was gehört und wer haftet, wenn der Auftrag doch nicht kommt. Sonst steht da am Ende ein teures Werk und alle sagen, das habe man damals ganz anders gemeint.

    Die Aussagen von Wagenknecht finde ich am schwierigsten. Teile der Bundesregierung pauschal als rechtsextrem zu bezeichnen, ist nicht nur eine starke Meinung, sondern macht den Begriff irgendwann beliebig. Wenn gleichzeitig gesagt wird, man müsse die AfD respektieren und eine Enthaltung könne einen AfD-Ministerpräsidenten ermöglichen, ist das schon ein ziemlicher widerspruch. Man kann die Regierung hart kritisieren und auch gegen die Brandmauer sein, aber dann sollte man wenigstens offen sagen welche Folgen das haben kann. „Nur Enthaltung“ ist politisch ja nicht neutral, wenn dadurch jemand an die Macht kommt. Das ist wie wenn man den Bus absichtlich nicht aufhält und hinterher sagt man sei ja nicht eingestiegen.

    Auch der Fall im Rhein-Kreis Neuss zeigt, das Politik nicht nur aus großen Bundesdebatten besteht. Wenn an der Spitze einer Verwaltung das Vertrauen weg ist, wirkt sich das irgendwann auf ganz normale Dinge aus: Haushalt, Krankenhäuser, Polizei, Katastrophenschutz. Da kann man nicht ewig sagen die Politik prüft noch. Gleichzeitig sollte man aber auch nicht nur anhand von Zeitungsüberschriften jemanden zum Problem machen, wenn konkrete Vorwürfe und Zuständigkeiten gar nicht genannt werden. Transparenz wäre hier wohl hilfreicher als weitere Hinterzimmer gerüchte.

    Unterm Strich hängen die Themen tatsächlich zusammen: Machtkämpfe, Klimafolgen, Rüstung und Vertrauensverlust. Überall wird viel geredet, aber die Leute wollen irgendwann auch wissen wer entscheidet, wer bezahlt und wer am Ende dafür gerade steht. Bei Höcke ist die Antwort erstmal klar: wieder gescheitert. Bei Hitzeschutz, VW und der Kreisverwaltung leider noch lange nicht.
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