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    Politischer Frust wächst: AfD-Anträge, Klimaschutz und Trumps Zollkurs

    KI-generiert
    19.08.2026 61 mal gelesen 2 Kommentare

    Die politische Stimmung in Deutschland kippt: Eine neue Umfrage zeigt einen Rekordfrust über Parteien, während die AfD in mehreren Erhebungen zulegt. Zugleich verschärfen sich die Konflikte in Thüringen, im Wahlkampf und bei zentralen Themen wie Migration, Wirtschaft und Klimaschutz. Der Pressespiegel beleuchtet die wichtigsten Entwicklungen – von Berliner Reformplänen bis zu Donald Trumps Zolldrohungen.

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    Politischer Frust erreicht neuen Höchstwert

    Eine Forsa-Umfrage zeigt laut WELT, dass 50 Prozent der Befragten das Agieren von Politikern und Parteien zu den größten Problemen in Deutschland zählen. Damit wurde der bislang höchste von Forsa gemessene Wert erreicht. Bis 2021 hatte dieser Anteil zwischen 14 und 36 Prozent gelegen, am Ende der Ampel-Koalition waren es 41 Prozent.

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    84 Prozent der Befragten sind außerdem der Ansicht, dass sich die Parteien nicht um die wirklichen Probleme der Bürger kümmern. An erster Stelle steht weiterhin die wirtschaftliche Lage: 79 Prozent nennen sie als eines der größten Probleme. Die sozialen Sicherungssysteme folgen mit 42 Prozent auf Platz 3; zwischen 1994 und Anfang 2025 hatte dieser Anteil zwischen 15 und 31 Prozent gelegen.

    Die politische Unzufriedenheit spiegelt sich laut WELT auch in Umfragen zur Parteienlandschaft wider. Im RTL/ntv-Trendbarometer kommt die AfD auf 28 Prozent, die Union auf 21 Prozent und die Grünen auf 16 Prozent. In einer YouGov-Umfrage erreicht die AfD ebenfalls 28 Prozent und liegt damit acht Prozentpunkte vor der Union mit 20 Prozent.

    Gleichzeitig trauen nur 13 Prozent der Wahlberechtigten der AfD am ehesten zu, die Probleme des Landes zu lösen. Auf die Union entfallen bei dieser Frage 12 Prozent, auf die Grünen 7 Prozent und auf die SPD 5 Prozent. 56 Prozent meinen, dass keine Partei die Probleme in Deutschland am besten bewältigen könne.

    AspektWert
    Politiker und Parteien als großes Problem50 Prozent
    Parteien kümmern sich nicht um wirkliche Probleme84 Prozent
    Wirtschaftliche Lage als großes Problem79 Prozent
    Soziale Sicherungssysteme als großes Problem42 Prozent
    AfD im RTL/ntv-Trendbarometer28 Prozent
    Union im RTL/ntv-Trendbarometer21 Prozent
    Grüne im RTL/ntv-Trendbarometer16 Prozent

    Zusammenfassung: Laut WELT erreicht die Unzufriedenheit mit Politikern und Parteien mit 50 Prozent einen neuen Höchstwert. Die wirtschaftliche Lage bleibt mit 79 Prozent das wichtigste Problem.

    AfD beantragt erneut Misstrauensvotum gegen Thüringens Ministerpräsidenten Voigt

    Die AfD hat im Thüringer Landtag zum zweiten Mal in diesem Jahr ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Mario Voigt beantragt. Das teilte AfD-Landtagsfraktionschef Björn Höcke in Erfurt mit. Ein Verbleib Voigts im Amt sei „allein aus Gründen der politischen Hygiene“ nicht möglich, erklärte Höcke.

    Bereits im Februar war ein von der AfD beantragtes Misstrauensvotum gegen Voigt gescheitert. Der CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende Andreas Bühl schloss auch diesmal einen Erfolg aus und warf Höcke „Machtspiele“ vor. Eine belastbare Aussicht auf die erforderliche Mehrheit habe es nie gegeben und gebe es weiterhin nicht, erklärte Bühl. Höcke wolle nur Chaos stiften.

    Auch SPD-Fraktionschef Lutz Liebscher kritisierte den Antrag. Höcke habe kein Interesse an konstruktiver Politik, sondern wolle provozieren, blockieren und Thüringen politisch vorführen. Das erneute Misstrauensvotum sei „parlamentarischer Krawall mit Ansage – ohne tragfähige Mehrheit, ohne tragfähigen Plan“, sagte Liebscher laut ntv.de.

    Nach der Thüringer Landesverfassung kann der Landtag dem Ministerpräsidenten das Misstrauen nur dadurch aussprechen, dass er mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen Nachfolger wählt. Die AfD stellt mit 32 Abgeordneten die größte Fraktion, benötigt für einen Erfolg aber mindestens 45 Stimmen.

    In Thüringen regiert die CDU gemeinsam mit dem BSW und der SPD. Dem Bündnis fehlt die absolute Mehrheit, weshalb es im Landtag mit der Linken zusammenarbeitet. Neben den Regierungsparteien, der Linken und der rechtsextrem eingestuften AfD um Fraktions- und Landeschef Höcke sind keine weiteren Parteien im Parlament vertreten.

    Die AfD begründet ihren Vorstoß unter anderem mit dem Entzug von Voigts Doktortitel durch die Technische Universität Chemnitz. Voigt geht dagegen juristisch vor. Höcke hatte zuletzt das BSW umworben und Sahra Wagenknecht als Regierungschefin vorgeschlagen; Wagenknecht lehnte dies ab.

    Das BSW in Thüringen hält trotz des Drucks seiner Bundesspitze an der Koalition mit CDU und SPD fest. Landesvorstand und Landtagsfraktion lehnten einen Sturz Voigts unter Führung von Landesfinanzministerin Katja Wolf mit großer Mehrheit ab. Ein geplanter Sonderparteitag soll die Position endgültig klären; ein Termin wird laut BSW gesucht.

    Die Debatte fällt in eine Phase richtungsweisender Landtagswahlkämpfe. Im September wird in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gewählt. Laut ntv.de führt die AfD in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern in Umfragen deutlich; in Sachsen-Anhalt könnte sie möglicherweise erstmals an die Macht kommen. Das BSW kämpft in allen drei Bundesländern um den Einzug in die Parlamente.

    „Eine belastbare Aussicht auf die erforderliche Mehrheit hatte er nie und hat er weiterhin nicht.“
    — Andreas Bühl, laut ntv.de

    Zusammenfassung: Die AfD unternimmt laut ntv.de einen zweiten Anlauf, Ministerpräsident Voigt durch ein konstruktives Misstrauensvotum zu stürzen. Für die notwendige Mehrheit von mindestens 45 Stimmen gibt es nach den vorliegenden Reaktionen keine belastbare Aussicht.

    AfD-Spitzenkandidat Siegmund sagt Unternehmerforum ab

    Beim Unternehmerforum der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau fehlte laut BILD der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. Er sagte seinen Auftritt wenige Tage vor der Veranstaltung aus „persönlichen Gründen“ ab. Fast jede zweite vorab eingereichte Frage hatte sich an ihn oder seine Partei gerichtet.

    Die Unternehmer wollten vor allem wissen, wie die AfD ihre Konzepte zum Fachkräftemangel, zur Arbeitsmigration und zur Wirtschaftspolitik umsetzen will. Anstelle Siegmunds beantwortete Jan Scharfenort die Fragen. Der 53-Jährige ist wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD im Landtag.

    IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Brockmeier zeigte sich enttäuscht. Das Format werde seit vielen Jahren veranstaltet, und bislang sei es nur sehr selten vorgekommen, dass ein Spitzenkandidat nicht erschienen sei. Besonders ärgerlich sei gewesen, dass zunächst Hans-Thomas Tillschneider als Vertreter angekündigt worden war, dieser aber ebenfalls nicht kam.

    Nach Brockmeiers Kenntnis war es bereits das dritte Mal, dass Siegmund bei einer Wahlveranstaltung der Wirtschaft einen Vertreter schickte. Die anderen Parteien hatten ihre Spitzenkandidaten entsandt. Eine Frage betraf Siegmunds wiederholte Aussagen, zahlreiche ausgewanderte Sachsen-Anhalter wollten in ihre Heimat zurückkehren. Brockmeier wollte wissen, warum von diesen Rückkehrern bislang nichts zu sehen sei.

    In einer Blitzfragerunde bejahten alle Teilnehmer, auch der AfD-Vertreter, die Frage, ob Sachsen-Anhalt Zuwanderung benötige. Scharfenort erklärte, die AfD unterscheide zwischen Fachkräftezuwanderung und illegaler Migration. Seine Frau sei vor 14 Jahren als Fachkraft aus Afrika nach Deutschland gekommen.

    Bei einer weiteren Frage blieb die AfD laut BILD eine eindeutige Antwort schuldig. FDP-Spitzenkandidatin Lydia Hüskens wollte wissen, welche Folgen die angekündigte Kündigung des MDR-Staatsvertrags für die Bürger hätte und ob diese anschließend weiter Rundfunkbeiträge zahlen und zusätzlich für einen „Grundfunk“ aufkommen müssten.

    Scharfenort antwortete mit Blick auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk: „Dann zahlt man einfach nicht. Das mache ich bereits seit 15 Jahren.“

    Zusammenfassung: Siegmund sagte laut BILD kurzfristig seine Teilnahme am Unternehmerforum ab. Fragen zu Wirtschaft, Migration und den Folgen einer Kündigung des MDR-Staatsvertrags blieben aus Sicht des Berichts teilweise unbeantwortet.

    Streit über Klimaanlagen und Hitzeschutz im Mietrecht

    Bundesjustizministerin Stefanie Hubig schlägt laut WirtschaftsWoche vor, das Mietrecht zu ändern. Mieter sollen dadurch einen Anspruch auf den Einbau von Klimaanlagen erhalten. Ziel sei es, den Hitzeschutz von Wohnimmobilien zu verbessern.

    Hintergrund des Vorstoßes sind besonders heiße Sommer in Deutschland. Der Juli 2026 war mit 19,7 Grad um 2,8 Grad wärmer als der Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990 mit 16,9 Grad. Weil der feste Einbau von Klimaanlagen Baumaßnahmen erfordert, wären Änderungen im Mietrecht notwendig. Die Geräte werden in der Regel an der Fassade befestigt, während die gekühlte Luft in die Wohnungen geleitet wird.

    Bisher konnten Vermieter den Einbau ablehnen, wenn Mieter ihn verlangten. Die WirtschaftsWoche sieht in einem Anspruch jedoch mehrere Probleme. Hauseigentümer könnten kein Interesse daran haben, dass Fassaden mit zahlreichen Klimageräten ausgestattet werden. Vermieter könnten versuchen, gesetzliche Ausnahmen zu nutzen, um Baumaßnahmen zu verhindern; in der Folge müssten Gerichte über entsprechende Fälle entscheiden.

    Unklar sei außerdem, wie viele Mieter die Anschaffungs- und Einbaukosten selbst tragen könnten oder wollten. Ziehen sie später aus, dürften sie die Geräte nicht ohne Weiteres mitnehmen. Zusätzlich entstünden höhere Nebenkosten für Strom. Nach Einschätzung des Berichts wäre ein solcher Ansatz vor allem für gut verdienende Mieter praktikabel.

    Als Alternativen nennt die WirtschaftsWoche langfristige Klimakonzepte für Städte. Mehr Bäume, zusätzliche Grünflächen und Korridore für den Luftaustausch mit dem kühleren Umland könnten die Sommertemperaturen in Metropolen um einige Grad senken, ohne dass Wohnimmobilien umgebaut werden müssten.

    Weitere Möglichkeiten sieht der Bericht in der Dämmung von Fassaden und Dächern. Dadurch ließe sich das Raumklima insbesondere in Dachgeschosswohnungen verbessern. Die staatliche Förderung müsse dafür weniger bürokratisch ausfallen und einen ausreichenden finanziellen Anreiz für die energetische Sanierung von Bestandsimmobilien bieten.

    • Der Einbau von Klimaanlagen kann Anschaffungs- und Einbaukosten verursachen.
    • Für Mieter können zusätzlich höhere Stromkosten entstehen.
    • Fassaden könnten mit zahlreichen Geräten ausgestattet werden.
    • Städtebauliche Klimakonzepte, Begrünung sowie die Dämmung von Fassaden und Dächern werden als Alternativen genannt.

    Zusammenfassung: Die WirtschaftsWoche berichtet über Hubigs Vorschlag eines mietrechtlichen Anspruchs auf Klimaanlagen, weist aber auf Kosten- und Konfliktrisiken hin. Als nachhaltigere Alternativen werden Begrünung, Luftaustausch sowie die Dämmung von Fassaden und Dächern genannt.

    Social Freezing von Alexandria Ocasio-Cortez als Debatte über Frauen in der Politik

    Der Spiegel greift in einem Meinungsbeitrag das Thema Social Freezing im Zusammenhang mit der Politikerin Alexandria Ocasio-Cortez auf. Ocasio-Cortez spricht laut der verfügbaren Artikelseite auf Instagram über das Einfrieren von Eizellen.

    Der Beitrag stellt die Frage, ob Frauen in der Politik wirklich alles haben können. Der vollständige Artikel ist in den vorliegenden Daten nicht abrufbar; die Artikelseite verweist auf einen SPIEGEL+-Zugang. Als verwandter Beitrag wird ein Meinungsartikel über Babys im Bundestag genannt.

    Zusammenfassung: Der Spiegel verbindet Ocasio-Cortez’ öffentliche Äußerungen über Social Freezing mit der gesellschaftlichen Frage nach Vereinbarkeit von Mutterschaft und politischer Karriere. Weitergehende Angaben aus dem vollständigen Meinungsbeitrag liegen in der Quelle nicht vor.

    USA unter Trump: Zölle gegen Kanada in letzter Minute ausgesetzt

    FAZ.net berichtet in einem Liveticker, dass Donald Trump angekündigte Zölle gegen Kanada in letzter Minute ausgesetzt habe. Eigentlich sollten um Mitternacht Washingtoner Zeit Zölle von 50 Prozent auf bestimmte kanadische Güter in Kraft treten.

    Der Liveblog nennt außerdem Sanktionen der USA gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs, Akane. Weitere Themen sind eine Umfrage, nach der Trumps Zustimmung auf einen Tiefstwert von 33 Prozent gefallen sei, sowie die vorzeitige Beendigung eines Militärmanövers der USA und Südkoreas.

    Darüber hinaus berichtet die FAZ, dass Liberia aus den USA abgeschobene Migranten aufnimmt. Kolumbien habe nach einem Erdbeben Trump um eine Aussetzung der Zölle gebeten. Trump wolle Militärübungen mit Südkorea wegen seiner Beziehungen zu Nordkorea „wesentlich“ verringern.

    Der Liveticker behandelt außerdem politische und internationale Entwicklungen rund um Trumps zweite Präsidentschaft. Genannt werden unter anderem Gespräche mit Nordkorea, die Situation im Gazastreifen sowie die politische Debatte über die US-Regierung und ihre Außenpolitik.

    ThemaAngabe der Quelle
    Angekündigte Zölle auf bestimmte kanadische Güter50 Prozent
    Zustimmung für Trump laut Umfrage33 Prozent

    Zusammenfassung: Laut FAZ.net setzte Trump die angekündigten Zölle von 50 Prozent auf bestimmte kanadische Güter kurz vor ihrem geplanten Inkrafttreten aus. Der Liveticker ordnet dies in weitere innen- und außenpolitische Entwicklungen der US-Regierung ein.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Entwicklung ist vor allem als Vertrauens- und Repräsentationskrise zu bewerten. Entscheidend ist weniger die momentane Stärke einer einzelnen Partei als der Umstand, dass eine Mehrheit keine politische Kraft als überzeugende Problemlöserin wahrnimmt. Das erhöht die Anfälligkeit für Protestwahlverhalten und verschärft den Druck auf etablierte Parteien, wirtschaftliche und soziale Fragen sichtbar, nachvollziehbar und wirksam zu bearbeiten.

    Infobox: Die zentrale Gefahr liegt in der dauerhaften Entkopplung zwischen politischem Angebot und gesellschaftlicher Problemerwartung.

    Einschätzung der Redaktion

    Der erneute Vorstoß besitzt voraussichtlich geringe Erfolgschancen, ist politisch aber dennoch relevant. Er bindet parlamentarische Aufmerksamkeit, verschärft die Polarisierung und stellt die Handlungsfähigkeit der Minderheitsregierung infrage. Ohne tragfähige Mehrheit bleibt das Verfahren ein Machtinstrument der Opposition – mit dem Risiko, dass politische Auseinandersetzung zunehmend durch Provokation statt durch konkrete Alternativen geprägt wird.

    Infobox: Parlamentarisch dürfte der Antrag scheitern; politisch verstärkt er jedoch Instabilität und Konfrontation.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Absage ist insbesondere deshalb problematisch, weil wirtschaftspolitische Glaubwürdigkeit nicht durch programmatische Behauptungen, sondern durch belastbare Antworten und direkte Auseinandersetzung entsteht. Gerade bei kontroversen Themen wie Migration, Fachkräftesicherung und Rundfunkfinanzierung kann das Fernbleiben den Eindruck verstärken, schwierigen Nachfragen auszuweichen. Für die AfD birgt dies einen Widerspruch zwischen wachsender Zustimmung und begrenzter praktischer Erklärungsbereitschaft.

    Infobox: Wer politische Verantwortung beansprucht, muss sich auch kritischen Fachfragen und konkreten Umsetzungskosten stellen.

    Einschätzung der Redaktion

    Ein pauschaler Anspruch auf Klimaanlagen würde ein reales Hitzeproblem mit erheblichen Verteilungs-, Kosten- und Eigentumsfragen verbinden. Nachhaltiger erscheint ein abgestuftes Konzept, das zunächst bauliche Anpassung, Verschattung, Begrünung und Dämmung stärkt. Klimaanlagen können im Einzelfall sinnvoll sein, sollten aber nicht zur sozial selektiven Standardlösung werden, bei der Einbau- und Stromkosten überwiegend bei den Mietern liegen.

    Infobox: Hitzeschutz ist notwendig; langfristig sind passive und städtebauliche Maßnahmen ausgewogener als ein alleiniger Fokus auf Klimaanlagen.

    Einschätzung der Redaktion

    Social Freezing macht sichtbar, dass politische Karrieren und Familienplanung für Frauen weiterhin unter einem stärkeren Zeit- und Erwartungsdruck stehen. Die individuelle Entscheidung verdient Respekt, darf aber nicht zur stillen Voraussetzung für beruflichen Aufstieg werden. Politische Institutionen sollten deshalb Bedingungen schaffen, unter denen Mutterschaft nicht als persönliches Karrierehindernis behandelt wird.

    Infobox: Die gesellschaftliche Konsequenz sollte nicht Anpassungsdruck für Frauen, sondern mehr Vereinbarkeit und institutionelle Unterstützung sein.

    Einschätzung der Redaktion

    Das kurzfristige Aussetzen von Zöllen unterstreicht die hohe Volatilität einer stark personalisierten Handelspolitik. Selbst vorläufige Entlastungen schaffen keine verlässliche Planungssicherheit, wenn Unternehmen und Partnerstaaten jederzeit mit neuen Ankündigungen rechnen müssen. Für die internationale Wirtschaftsordnung ist weniger die einzelne Zollentscheidung als die Unberechenbarkeit des politischen Kurses das größere Risiko.

    Infobox: Kurzfristige Zollpausen können Spannungen mindern, ersetzen aber keine stabile und vorhersehbare Handelspolitik.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Der rote Faden durch all diese Meldungen ist für mich weniger der nächste AfD-Antrag oder Trumps nächste Zollansage, sondern das fehlende Vertrauen, dass überhaupt noch jemand einen vernünftigen Plan hat. Wenn 84 Prozent sagen, die Parteien kümmern sich nicht um die wirklichen Probleme, dann sollte man das nicht einfach als schlechte Stimmung abtun. Viele Leute kämpfen mit hohen Preisen, Wohnungskosten, unsicheren Arbeitsplätzen und der Frage, ob die Rente oder Pflege später noch funktionieren. Da wirken parteipolitische Machtspiele natürlich besonders weltfremd.

    Beim Misstrauensvotum in Thüringen sehe ich deshalb vor allem eine Inszenierung. Wenn von Anfang an klar ist, dass die nötige Mehrheit nicht vorhanden ist, bleibt am Ende nur viel Lärm. Opposition ist wichtig, aber sie sollte auch zeigen, was sie konkret besser machen würde. Ein Antrag nach dem anderen ersetzt noch kein Regierungskonzept. Andererseits muss sich die Regierung natürlich gefallen lassen, dass ihre knappe Mehrheit und die Zusammenarbeit mit der Linken dauernd hinterfragt werden. Stabilität entsteht nicht automatisch, nur weil man formal im Amt bleibt.

    Die Geschichte mit dem Unternehmerforum passt leider ziemlich gut ins Bild. Wer besonders bei Wirtschaft, Fachkräften und Migration große Versprechen macht, sollte sich gerade den Unternehmern stellen und nicht kurzfristig absagen. „Persönliche Gründe“ können natürlich wirklich persönliche Gründe sein, aber wenn das offenbar häufiger vorkommt, bleibt bei mir schon der Eindruck hängen, dass unangenehme Fragen lieber vermieden werden. Der Satz zum Rundfunkbeitrag ist dann auch keine ernsthafte Antwort, sondern eher eine Provokation. So kann man Stimmung machen, aber keine Politik erklären.

    Beim Klimaschutz finde ich den Streit über Klimaanlagen etwas zu kurz gedacht. In einer Dachgeschosswohnung kann so ein Gerät im Hochsommer durchaus nötig sein, gerade für ältere Menschen oder Familien mit kleinen Kindern. Aber wenn jeder Mieter selbst investieren und danach auch noch die Stromrechnung tragen soll, ist das keine faire Lösung. Außerdem kann man nicht jede Wohnung einzeln herunterkühlen und gleichzeitig so tun, als hätte das mit dem Energieverbrauch nichts zu tun. Verschattung, Begrünung, helle Dächer, bessere Dämmung und vernünftige Stadtplanung klingen weniger spektakulär, wären aber vermutlich nachhaltiger. Nur müsste die Politik solche Maßnahmen auch endlich einfacher und bezahlbarer machen.

    Auch das Thema Social Freezing zeigt, wie schnell gesellschaftliche Probleme auf die private Entscheidung einzelner Frauen abgeschoben werden. Natürlich kann jede Frau selbst entscheiden, ob sie Eizellen einfrieren lassen möchte. Aber es wäre traurig, wenn das irgendwann als normale Eintrittskarte für eine politische Karriere gilt. Männer müssen ihre Familienplanung schließlich auch nicht auf Eis legen, um ernst genommen zu werden. Da braucht es bessere Strukturen, Kinderbetreuung und eine politische Kultur, in der Elternschaft nicht als Schwäche ausgelegt wird.

    Und bei Trump sieht man wieder, wie anstrengend Politik wird, wenn sie ständig aus kurzfristigen Drohungen und Rückziehern besteht. Eine Zollpause kann Unternehmen kurzfristig helfen, aber sie ersetzt keine verlässliche Linie. Firmen können nicht vernünftig planen, wenn morgens neue Zölle angekündigt und abends wieder ausgesetzt werden. Das gilt übrigens auch für Deutschland: Die Menschen erwarten nicht, dass jede Entscheidung perfekt ist. Sie wollen aber nachvollziehbare Entscheidungen, die nicht bei jeder Umfrage oder jedem Streit sofort wieder geändert werden.

    Die AfD profitiert offenbar stark vom Frust, obwohl ihr selbst nur 13 Prozent zutrauen, die Probleme wirklich zu lösen. Das ist eigentlich der wichtigste Wert in diesem ganzen Artikel. Viele wählen aus Protest, nicht aus echter Überzeugung. Die anderen Parteien sollten das ernst nehmen, aber nicht einfach AfD-Forderungen kopieren. Sie müssen zeigen, dass sie bei Wirtschaft, Migration und sozialen Sicherungssystemen handlungsfähig sind. Sonst wächst der Frust weiter, und irgendwann wird aus Protest eine dauerhafte politische Bindung. Genau das wäre dann deutlich schwerer zurückzudrehen.
    Dass bei den ganzen Umfragen 56 Prozent wirklich keiner Partei zutrauen die Probleme zu lösen, find ich fast noch krasser als die AfD-Zahlen, da fragt man sich schon was die da alle falsch machen eigentlich
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