Orientalismus in der deutschen Politik. Eine Untersuchung von AfD-Wahlplakaten
Analyse von AfD Wahlplakaten und Islamdarstellungen
Analysieren Sie AfD-Wahlplakate kritisch und entdecken Sie, wie Orientalismus politische Bilder, Migration und gesellschaftliche Wahrnehmung prägt.
Kurz und knapp
- Die Studienarbeit untersucht, wie AfD-Wahlplakate Vorstellungen über den „Orient“, den Islam und Migranten prägen.
- Sie entstand 2017 im Fachbereich Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und richtet sich an Leser mit Interesse an politischer Kommunikation, Migration und gesellschaftlichen Mehrheiten sowie Minderheiten.
- Die Arbeit erklärt historische Darstellungen des Orients in Literatur, Kunst und Medien und schafft damit eine Grundlage für die Analyse moderner politischer Bildsprache.
- Im Mittelpunkt stehen Edward W. Saids Orientalismustheorie und das Konzept des Othering, mit denen sprachliche und visuelle Formen der Abgrenzung kritisch untersucht werden.
- Ausgewählte AfD-Wahlplakate werden daraufhin analysiert, wie sie Migranten, den Islam und vermeintlich fremde kulturelle Einflüsse darstellen.
- Das Sachbuch verbindet historische Einführung, soziologische Theorie und konkrete Bildanalyse und eignet sich besonders für Studierende sowie politisch und gesellschaftlich interessierte Leser.
Beschreibung:
Orientalismus in der deutschen Politik. Eine Untersuchung von AfD-Wahlplakaten untersucht, wie politische Bildsprache Vorstellungen über den „Orient“, den Islam und Migranten prägt. Die Studienarbeit aus dem Jahr 2017 entstand im Fachbereich Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und richtet sich an Leser, die politische Kommunikation, gesellschaftliche Mehrheiten und Minderheiten sowie historische Deutungsmuster fundiert verstehen möchten.
Zu Beginn erläutert die Arbeit den Begriff des Orients und ordnet ihn historisch und gesellschaftlich ein. Anschließend werden die Entwicklung des Islam sowie Darstellungen des Orients in Literatur, Kunst und Medien betrachtet. Diese Einführung schafft die Grundlage, um politische Bildwelten nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit überlieferten kulturellen Vorstellungen zu analysieren.
Ein zentraler Schwerpunkt ist Edward W. Saids 1978 veröffentlichtes Werk „Orientalism“. Die wichtigsten Thesen der Orientalismustheorie werden verständlich vorgestellt und auf aktuelle politische Kommunikation übertragen. Ergänzend nutzt die Untersuchung das Konzept des Othering, also die Abgrenzung und Darstellung bestimmter Gruppen als „anders“. Dadurch wird sichtbar, wie sprachliche und visuelle Mittel gesellschaftliche Vorstellungen beeinflussen können.
Im Mittelpunkt stehen ausgewählte AfD-Wahlplakate und die Frage, wie Migranten, der Islam und vermeintlich fremde kulturelle Einflüsse darin dargestellt werden. Eine mögliche Leserperspektive lässt sich dabei leicht nachvollziehen: Wer ein Wahlplakat im Vorübergehen sieht, nimmt oft zuerst einzelne Schlagworte, Farben oder Bildmotive wahr. Die Arbeit geht einen Schritt weiter und fragt, welche historischen Deutungsmuster hinter dieser scheinbar schnellen politischen Botschaft stehen.
Orientalismus in der deutschen Politik. Eine Untersuchung von AfD-Wahlplakaten bietet damit einen analytischen Zugang zu Wahlwerbung, politischer Darstellung und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Das Buch eignet sich für alle, die sich mit Soziologie, Politik, Geschichte nach Themen, Migration, Islamdarstellungen oder der Wirkung politischer Medien beschäftigen. Es unterstützt dabei, Wahlplakate kritisch zu lesen und die Verbindung zwischen historischer Wissensproduktion und gegenwärtiger Politik zu erkennen.
Als Sachbuch aus den Bereichen Politik und Geschichte sowie Geschichte nach Themen ist die Arbeit besonders interessant für Studierende, politisch Interessierte und Leser, die wissenschaftliche Perspektiven auf aktuelle Debatten suchen. Die Untersuchung verbindet historische Einführung, theoretische Grundlagen und konkrete Bildanalyse zu einer kompakten Auseinandersetzung mit Orientalismus in der deutschen Politik.
Letztes Update: 11.08.2026 05:17
Praktische Tipps
- Geeignet ist die Studie für Studierende und politisch Interessierte aus Soziologie, Politik, Geschichte, Medienwissenschaft und Migrationsforschung, die Wahlwerbung analytisch untersuchen möchten.
- Grundkenntnisse in politischer Kommunikation sind hilfreich, aber nicht erforderlich; lesen Sie zunächst die Einführung zu Orientbegriff, Islamdarstellungen und Edward W. Saids Orientalism, bevor Sie die Plakatanalysen bearbeiten.
- Arbeiten Sie mit einem Lesejournal: Notieren Sie bei jedem untersuchten Plakat Wortwahl, Farben, Bildmotive, dargestellte Gruppen und die erzeugte Abgrenzung zwischen „Wir“ und „den Anderen“.
- Vergleichen Sie die analysierten AfD-Plakate mit Wahlplakaten anderer Parteien oder aus anderen Wahljahren, um wiederkehrende und unterschiedliche Darstellungen von Migration, Islam und kultureller Zugehörigkeit herauszuarbeiten.
- Für die Vertiefung eignen sich Edward W. Saids „Orientalism“ sowie Literatur zu Othering, Rassismus, visueller politischer Kommunikation und der Geschichte europäischer Orientbilder.