Politik-Stillstand belastet Agrarbranche: Umsatzwachstum, aber keine Unterstützung
Autor: Politik-Ratgeber Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Die deutsche Agrarbranche sieht sich trotz Umsatzwachstums von 3,5 Prozent einem politischen Stillstand gegenüber, der ihre Zukunft gefährdet. Gleichzeitig zeigt die FAO-Initiative zur Förderung von Frauen in der Landwirtschaft deren entscheidende Rolle für Gleichstellung und Ernährungssicherheit auf.
Die deutsche Agrarbranche steht vor einer ungewissen Zukunft, wie das aktuelle Konjunkturbarometer Agribusiness 2026 zeigt. Trotz eines Umsatzwachstums von 3,5 Prozent im vergangenen Jahr sorgt der politische Stillstand für ungünstige Rahmenbedingungen, die die Entwicklung der Branche gefährden. Wissenschaftler Stefan Seifert warnt vor den Folgen mangelnder politischer Unterstützung und beleuchtet die Herausforderungen, die die Agrarwirtschaft in den kommenden Jahren bewältigen muss. In diesem Pressespiegel werden die wichtigsten Themen und Entwicklungen der politischen Landschaft beleuchtet, die sowohl die Agrarbranche als auch andere gesellschaftliche Bereiche betreffen.
Politik-Stillstand verdüstert Aussichten für Agrarbranche
Die deutsche Agrarbranche sieht sich einer ungewissen Zukunft gegenüber, wie das Konjunkturbarometer Agribusiness 2026 von EY und der Universität Göttingen zeigt. Trotz wachsender Ernährungsgewohnheiten, die Chancen bieten, sorgt der politische Stillstand für ungünstige Rahmenbedingungen, so der Göttinger Wissenschaftler Stefan Seifert.
Die Branche erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 299 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 3,5 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Die Ernährungsindustrie allein setzte 240 Milliarden Euro um, wobei die Fleischwirtschaft mit 51 Milliarden Euro und die Milchwirtschaft mit 43 Milliarden Euro die größten Anteile ausmachten.
„Wir sehen aber auch die mangelnde tatsächliche Unterstützung durch politische Rahmenbedingungen“, sagte Seifert.
Zusammenfassend zeigt sich, dass die Agrarbranche trotz positiver Umsatzentwicklungen unter einem Mangel an politischen Impulsen leidet, was die Zukunftsaussichten trübt.
Baerbock und Habeck verspottet: Die böse Wahrheit über das Schmäh-Gedicht
Im Auswärtigen Amt hat ein zensiertes Gedicht für Aufruhr gesorgt, in dem die ehemaligen Minister Baerbock und Habeck aufs Korn genommen wurden. Der Vorfall führte zu einer nachträglichen Entschuldigung, die als „unschöner Fehler“ bezeichnet wurde, und das Gedicht wurde aus der Veröffentlichung entfernt.
Die Gleichstellungsbeauftragte hat Alarm geschlagen, was die Verantwortung für die Veröffentlichung betrifft. Der Vorfall zeigt, wie sensibel die politische Kommunikation in Deutschland ist und welche Folgen unbedachte Äußerungen haben können.
Insgesamt verdeutlicht dieser Vorfall die Herausforderungen, mit denen Politiker in der heutigen Zeit konfrontiert sind, insbesondere in Bezug auf öffentliche Wahrnehmung und Medienberichterstattung.
Frauen in der Landwirtschaft
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat 2026 zum „Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft“ ausgerufen. Ziel ist es, die Leistungen von Frauen in der Landwirtschaft sichtbar zu machen und Lösungen für mehr Gleichstellung zu fördern.
Weltweit leisten Frauen 38 % der landwirtschaftlichen Arbeit, wobei der Anteil in Sub-Sahara-Afrika bei 47 % und in Lateinamerika bei 22 % liegt. In Deutschland sind 35 % der Beschäftigten in landwirtschaftlichen Betrieben weiblich, jedoch werden nur 11 % der Betriebe von Frauen geleitet.
„Werden Frauen in Bezug auf Landbesitz, Finanzierung, Technik und Bildung gefördert, wirkt sich dies auch positiv auf Ernteerträge und Nahrungssicherheit aus“, so die FAO.
Zusammenfassend zeigt die FAO-Initiative, dass die Förderung von Frauen in der Landwirtschaft nicht nur eine Frage der Gleichstellung ist, sondern auch entscheidend für die Verbesserung der globalen Ernährungssicherheit.
Frauen. Macht. Mut. - Kostenloser Workshop zur Inspiration für Frauen in Politik und Gesellschaft
Die Gleichstellungsstelle des Landkreises Würzburg lädt zu einem kostenlosen Workshop ein, der Frauen in ihrem politischen Engagement stärken soll. Der Workshop findet am 31. Januar 2026 statt und richtet sich an Frauen, die politisch aktiv sind oder es werden möchten.
Die erfahrene Juristin Birgit Röschert wird als Impulsgeberin auftreten und Themen wie unbewusste Voreingenommenheit und Geschlechterstereotype ansprechen. Ziel ist es, Handlungsspielräume zu erkennen und zu erweitern.
Insgesamt bietet die Veranstaltung eine wertvolle Gelegenheit für Frauen, sich zu vernetzen und ihre politischen Kompetenzen zu stärken.
Deutschland: SPD legt Konzept zu Erbschaftssteuer vor - Kritik vom Koalitionspartner
Die SPD hat ein neues Konzept zur Erbschaftssteuer vorgestellt, das auf Steuergerechtigkeit abzielt. Die Union hat bereits Kritik an den Vorschlägen geübt und bleibt bei ihrer Ablehnung einer schärferen Erbschaftsteuer.
Die SPD argumentiert, dass die derzeitige Erbschaftsteuer gegen das Leistungsprinzip verstößt und eine Reform notwendig sei, um mehr Gerechtigkeit zu schaffen. Der Streit über die Erbschaftssteuer zeigt die Spannungen innerhalb der Koalition und die Herausforderungen, die bei der Umsetzung von Steuerreformen bestehen.
Zusammenfassend verdeutlicht die Debatte um die Erbschaftssteuer die unterschiedlichen Ansichten innerhalb der Regierungskoalition und die Komplexität von Steuerreformen in Deutschland.
Mosmann verstärkt Politik-Team der EnBW
Philipp Mosmann ist seit dem 1. Januar 2026 als Senior Manager Politik bei der EnBW tätig. In seiner neuen Rolle berichtet er an Holger Schäfer, den Politikchef des Unternehmens.
Die Verstärkung des Teams zeigt das Bestreben der EnBW, ihre politischen Aktivitäten auszubauen und sich stärker in der politischen Landschaft zu positionieren. Mosmann bringt wertvolle Erfahrungen mit, die für die strategische Ausrichtung des Unternehmens von Bedeutung sein könnten.
Insgesamt ist die Personalentscheidung ein Schritt, um die politischen Interessen der EnBW effektiver zu vertreten und auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren.
Einschätzung der Redaktion
Die aktuelle Situation in der deutschen Agrarbranche ist besorgniserregend. Trotz eines Umsatzwachstums von 3,5 Prozent auf 299 Milliarden Euro im letzten Jahr, wird die Branche durch einen politischen Stillstand stark belastet. Die fehlenden politischen Impulse könnten langfristig die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Agrarwirtschaft gefährden. Es ist entscheidend, dass die Politik zeitnah geeignete Rahmenbedingungen schafft, um die Chancen, die sich aus veränderten Ernährungsgewohnheiten ergeben, zu nutzen.
Zusätzlich zeigt der Vorfall mit dem zensierten Gedicht, wie sensibel die politische Kommunikation in Deutschland ist. Solche Ereignisse können das Vertrauen in die politische Führung untergraben und die öffentliche Wahrnehmung negativ beeinflussen. Politiker müssen sich der Konsequenzen ihrer Äußerungen bewusst sein und verantwortungsvoll handeln.
Die Initiative der FAO zur Förderung von Frauen in der Landwirtschaft ist ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichstellung und könnte signifikante positive Auswirkungen auf die globale Ernährungssicherheit haben. Die Zahlen belegen, dass eine stärkere Einbeziehung von Frauen in landwirtschaftliche Entscheidungsprozesse nicht nur gerecht, sondern auch notwendig ist.
Die Debatte um die Erbschaftssteuer verdeutlicht die Spannungen innerhalb der Regierungskoalition und die Herausforderungen, die mit Steuerreformen verbunden sind. Ein Konsens ist unerlässlich, um gerechte und effektive Lösungen zu finden.
Die Personalentscheidung bei EnBW, Philipp Mosmann in das Politik-Team zu berufen, zeigt das Bestreben des Unternehmens, sich proaktiv in der politischen Landschaft zu positionieren. Dies könnte für die strategische Ausrichtung des Unternehmens von großer Bedeutung sein.
Quellen:
- Politik-Stillstand verdüstert Aussichten für Agrarbranche
- Baerbock und Habeck verspottet: Die böse Wahrheit über das Schmäh-Gedicht!
- Frauen in der Landwirtschaft
- Frauen. Macht. Mut. - Kostenloser Workshop zur Inspiration für Frauen in Politik und Gesellschaft
- Deutschland: SPD legt Konzept zu Erbschaftssteuer vor - Kritik vom Koalitionspartner
- Mosmann verstärkt Politik-Team der EnBW