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Die Debatte um ein mögliches Social-Media-Verbot für Jugendliche in Deutschland wirft grundlegende Fragen zur politischen Handlungsfähigkeit auf. Während Politiker den Schutz von Kindern und Jugendlichen betonen, bleibt unklar, ob sie die Vielzahl relevanter Plattformen tatsächlich erfassen können. Die Diskussion wird durch die Komplexität der sozialen Netzwerke und die Gefahr, dass Jugendliche auf weniger regulierte Alternativen ausweichen, zusätzlich angeheizt. In diesem Pressespiegel werden die verschiedenen Facetten dieser Thematik beleuchtet und die Herausforderungen, vor denen die Politik steht, kritisch hinterfragt.
Social-Media-Verbot: Weiß die Politik, welche Plattformen relevant sind?
Die Diskussion um ein mögliches Verbot sozialer Netzwerke für Jugendliche in Deutschland nimmt Fahrt auf. Politiker argumentieren, dass Altersgrenzen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen notwendig sind, ähnlich wie beim Alkoholkonsum. Doch die Komplexität der sozialen Netzwerke, die nicht klar definiert sind, stellt eine Herausforderung dar. Plattformen wie TikTok, Instagram und Snapchat sind im Fokus, während andere wie Discord und Roblox, die ebenfalls Risiken bergen, nicht in die Debatte einbezogen werden.
„Auf Selbstregulierung darf nicht gehofft werden.“ - FAZ
Die Gefahr besteht, dass Jugendliche auf weniger regulierte Plattformen ausweichen, die möglicherweise noch gefährlicher sind. Die Frage bleibt, ob die Politik alle relevanten digitalen Räume tatsächlich erfassen kann, um einen wirksamen Schutz zu gewährleisten.
Zusammenfassung: Die Debatte um ein Social-Media-Verbot für Jugendliche zeigt die Schwierigkeiten auf, alle relevanten Plattformen zu identifizieren und zu regulieren. Ein Verbot könnte dazu führen, dass Jugendliche auf gefährlichere Alternativen ausweichen.
Umfragen bei 20 Prozent: Politik-Expertin gibt Prognose zum AfD-Ergebnis in Bayern ab
Die AfD tritt bei der Kommunalwahl in Bayern am 8. März an und erzielt in Umfragen eine Zustimmung von 20 Prozent. Politikwissenschaftlerin Ursula Münch schätzt die Chancen der AfD auf ein Bürgermeisteramt als begrenzt ein. Sie betont, dass trotz der hohen Umfragewerte 80 Prozent der Wähler nicht hinter der AfD stehen und diese bei Stichwahlen nicht erfolgreich sein wird.
„Die AfD hat zwar jetzt in Bayern bei Umfragen 20 Prozent Zustimmung, aber es gibt eben auch 80 Prozent, die nicht zustimmen.“ - Merkur
Die Kommunalwahlen sind stark von der Persönlichkeit der Kandidaten geprägt, was die AfD vor Herausforderungen stellt. Münch sieht die Möglichkeit, dass AfD-Kandidaten in Stichwahlen antreten, jedoch ohne Aussicht auf einen Sieg.
Zusammenfassung: Die AfD hat in Bayern Umfragewerte von 20 Prozent, doch die Chancen auf einen Sieg bei Kommunalwahlen sind aufgrund der breiten Ablehnung durch die Wählerschaft begrenzt.
US-Zollpolitik: "Trumps Politik wirkt alternativlos"
US-Präsident Donald Trump hält trotz parteiübergreifender Kritik an seinen Zöllen fest. Ein neues Urteil des Obersten Gerichtshofs könnte seine Zollpolitik gefährden, doch Trump kündigt an, die Zölle auf 15 Prozent zu erhöhen. Dies geschieht inmitten eines wachsenden innenpolitischen Drucks und könnte die Diskussion über die Macht des Präsidenten neu entfachen.
„Die Macht des Präsidenten ist nicht unbegrenzt.“ - ZDFheute
Die Zollpolitik wird zunehmend zum innenpolitischen Streitthema, während Trump versucht, sich als Außenseiter zu inszenieren. Experten warnen, dass die zusätzlichen Abgaben für US-Unternehmen eine Belastung darstellen und die Konsumenten nicht profitieren werden.
Zusammenfassung: Trumps Zollpolitik bleibt umstritten und könnte durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs gefährdet werden. Die Erhöhung der Zölle auf 15 Prozent wird als Versuch gewertet, die inländische Wirtschaft zu schützen.
„So macht man Politik gegen die Menschen im Land“, sagt der Grüne über den CDU-Plan
Die CDU plant eine Reform des Spitzensteuersatzes, die Gutverdiener entlasten soll. Diese Maßnahme stößt auf scharfe Kritik von der SPD, die Änderungen bei der Erbschaftsteuer ins Spiel bringt. Der Grüne Politiker äußert sich negativ über den CDU-Plan und bezeichnet ihn als Politik gegen die Menschen im Land.
„So macht man Politik gegen die Menschen im Land.“ - WELT
Die Reform könnte die soziale Ungleichheit verstärken und wird von der SPD als unzureichend kritisiert. Die Diskussion um die Steuerpolitik zeigt die Spannungen innerhalb der Koalition und die unterschiedlichen Ansichten über die Verteilung von Wohlstand.
Zusammenfassung: Die CDU plant eine Reform des Spitzensteuersatzes, die auf Widerstand von der SPD stößt. Kritiker sehen darin eine Politik, die gegen die Interessen der breiten Bevölkerung gerichtet ist.
Einschätzung der Redaktion
Die Diskussion um ein Social-Media-Verbot für Jugendliche verdeutlicht die Herausforderungen, die mit der Regulierung digitaler Plattformen verbunden sind. Ein Verbot könnte zwar kurzfristig als Schutzmaßnahme erscheinen, birgt jedoch das Risiko, dass Jugendliche auf weniger regulierte und potenziell gefährlichere Alternativen ausweichen. Die Politik muss daher nicht nur die populärsten Plattformen im Blick haben, sondern auch die weniger bekannten, die ebenfalls Risiken bergen. Ein umfassender Ansatz zur Regulierung ist notwendig, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen effektiv zu gewährleisten.
Die Umfragewerte der AfD in Bayern zeigen, dass die Partei zwar an Zustimmung gewinnt, jedoch die breite Ablehnung durch die Mehrheit der Wählerschaft nicht ignoriert werden kann. Die Kommunalwahlen sind stark von den Persönlichkeiten der Kandidaten geprägt, was der AfD zusätzliche Herausforderungen bereitet. Die Prognose, dass die AfD in Stichwahlen Schwierigkeiten haben wird, ist angesichts der aktuellen politischen Landschaft plausibel. Dies könnte die Dynamik der Wahlen entscheidend beeinflussen.
Trumps Festhalten an seiner Zollpolitik trotz parteiübergreifender Kritik und möglicher rechtlicher Herausforderungen zeigt, dass er bereit ist, innenpolitischen Druck zu ignorieren. Die Erhöhung der Zölle könnte jedoch negative Auswirkungen auf die US-Wirtschaft haben, da Unternehmen und Verbraucher unter den zusätzlichen Kosten leiden könnten. Dies könnte die öffentliche Meinung gegen seine Politik wenden und die Diskussion über die Macht des Präsidenten neu entfachen.
Die geplante Reform des Spitzensteuersatzes durch die CDU wird von der SPD und anderen Kritikern als unzureichend und potenziell schädlich für die soziale Gerechtigkeit angesehen. Diese Spannungen innerhalb der Koalition verdeutlichen die unterschiedlichen Ansichten über die Verteilung von Wohlstand und die Notwendigkeit, die Interessen der breiten Bevölkerung zu berücksichtigen. Eine solche Reform könnte die soziale Ungleichheit verstärken und das Vertrauen in die Politik weiter untergraben.
Quellen:
- Social-Media-Verbot: Weiß die Politik, welche Plattformen relevant sind?
- Alle Artikel in „Politik“ vom 22.02.2026
- Umfragen bei 20 Prozent: Politik-Expertin gibt Prognose zum AfD-Ergebnis in Bayern ab
- US-Zollpolitik: "Trumps Politik wirkt alternativlos"
- (S+) Meinung: News: Supreme-Court-Entscheidung zu Trumps Zöllen, Brandmauer der Union zur AfD
- „So macht man Politik gegen die Menschen im Land“, sagt der Grüne über den CDU-Plan













