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title: Politik-News: Frauenanteil bleibt niedrig, Migration und AfD im Fokus
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author: Politik-Ratgeber Redaktion
published: 2026-09-07
updated: 2026-09-07
language: de
category: News
description: Der Pressespiegel beleuchtet Frauenmangel und Anfeindungen in der Politik, soziale Sorgen im Handwerk sowie die AfD-Migrationspolitik.
source: Provimedia GmbH
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# Politik-News: Frauenanteil bleibt niedrig, Migration und AfD im Fokus

> **Autor:** Politik-Ratgeber Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-09-07

**Zusammenfassung:** Der Pressespiegel beleuchtet Frauenmangel und Anfeindungen in der Politik, soziale Sorgen im Handwerk sowie die AfD-Migrationspolitik.

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Der aktuelle Pressespiegel zeigt, wie vielfältig die politischen Konfliktlinien in Deutschland und darüber hinaus sind: von Frauenmangel und Anfeindungen in Parlamenten über Migration und soziale Fragen bis zum Umgang mit der AfD, sozialen Medien und gesellschaftlicher Radikalisierung. Ergänzend geben fünf neue Sachbücher Einblicke in die Ursachen und Folgen dieser Entwicklungen.

## Frauenanteil in der Politik bleibt niedrig – Julia Klöckner plant fraktionsübergreifenden Austausch

Frauen sind in deutschen Parlamenten weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag ihr Anteil zum 1. September im Durchschnitt bei 33,4 Prozent.

Im Deutschen Bundestag gehören 205 Frauen dem Parlament an. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) verweist darauf, dass dies bei insgesamt 630 Abgeordneten „gerade mal rund 33 Prozent“ entspreche. „Das ist zu wenig“, schreibt Klöckner in einem Schreiben an alle weiblichen Abgeordneten, das der **RP Online** vorliegt.

Klöckner will angesichts der Unterrepräsentation und zunehmender Angriffe auf Politikerinnen eine fraktionsübergreifende Initiative anstoßen. Für den 6. Oktober lädt sie zu einem Austausch ein. Dabei soll es unter anderem um Macht und Gestaltung, Sichtbarkeit und öffentliche Erwartungen sowie um unterschiedliche Erfahrungen von Frauen im Parlament gehen.

Nach Klöckners Darstellung erleben Politikerinnen Öffentlichkeit häufig anders als Männer. Sie würden stärker nach ihrem Äußeren, ihrem Auftreten oder ihrer Persönlichkeit beurteilt; Anfeindungen könnten insbesondere im digitalen Raum persönlich, sexualisiert und bedrohlich werden.

> „33 Prozent sind zu wenig.“ – Julia Klöckner, zitiert von RP Online

Eine Studie der Europäischen Akademie für Frauen in der Politik habe gezeigt, dass Hass und Hetze für viele Politikerinnen zum Alltag gehören. Genannt werden Bedrohungen und massive Angriffe per E-Mail oder in Kommentarspalten. Auch SPD-Chefin Bärbel Bas habe von besonders heftigen Anfeindungen gegen Frauen berichtet.

Klöckner warnt, dass sich insbesondere auf kommunaler Ebene immer weniger Frauen solchen Angriffen aussetzen wollten. Viele hörten auf oder begännen gar nicht erst; diejenigen, die weitermachten, sprächen selten über ihre täglichen Erfahrungen.

Beim Frauenanteil in den Länderparlamenten liegt Bayern laut Statistischem Bundesamt mit 24,6 Prozent am niedrigsten. Sachsen erreicht 27,5 Prozent, Sachsen-Anhalt 27,8 Prozent, Rheinland-Pfalz 29,5 Prozent, Hessen 31,6 Prozent und Nordrhein-Westfalen 33,8 Prozent.

| Parlament | Frauenanteil | 

| | Bayern | 24,6 Prozent | 

| | Sachsen | 27,5 Prozent | 

| | Sachsen-Anhalt | 27,8 Prozent | 

| | Rheinland-Pfalz | 29,5 Prozent | 

| | Hessen | 31,6 Prozent | 

| Nordrhein-Westfalen | 33,8 Prozent | 

| | Niedersachsen | 34,2 Prozent | 

| | Hamburg | 48,8 Prozent | 

| | Bremen | 42,5 Prozent | 

| | Schleswig-Holstein | 37,7 Prozent | 

| | Berlin | 37,7 Prozent | 

Hamburg kommt mit 48,8 Prozent einem ausgeglichenen Geschlechterverhältnis am nächsten. Es folgen Bremen mit 42,5 Prozent sowie Schleswig-Holstein und Berlin mit jeweils 37,7 Prozent. Seit 2008 ist der Frauenanteil in den Landtagen laut Statistik nur in fünf Bundesländern leicht gestiegen.

In Kreistagen sowie Stadt- und Gemeinderäten lag der Frauenanteil zuletzt im Durchschnitt bei 30,7 Prozent. Im Jahr 2008 waren dort 25,6 Prozent der Abgeordneten weiblich.

**Infobox:** 205 Frauen sitzen im Deutschen Bundestag. Ihr Anteil liegt bei rund 33 Prozent; in den kommunalen Vertretungen beträgt der Durchschnitt 30,7 Prozent. Julia Klöckner plant für den 6. Oktober einen fraktionsübergreifenden Austausch.

**Quelle: RP Online**

## Handwerker schildert im Wahlkampf seine Sorgen: „Für mich ist es zu spät“

Bei einem Wahlkampfauftritt der SPD in Neubrandenburg hat der Handwerker Udo Meyer Ministerpräsidentin Manuela Schwesig von seiner beruflichen und gesundheitlichen Situation berichtet. Schwesig beantwortete nach ihrem Auftritt noch gut zwei Stunden lang Fragen von Bürgerinnen und Bürgern, darunter auch von Kritikern.

Meyer erklärte, er habe 45 Jahre durchgearbeitet. Als Heizungs- und Sanitärinstallateur war er zuletzt bei der Neubrandenburger Wohnungsbaugenossenschaft Neuwoba beschäftigt, bis dies seit 2021 nicht mehr möglich gewesen sei.

Als Gründe nannte er Bandscheibenschäden und Reha-Maßnahmen. Aktuell nutzt der 65-Jährige einen elektrischen Rollstuhl, um seinen Rücken zu schonen.

Da Meyer 1961 geboren wurde, greife für ihn eine Vertrauensschutzregelung nicht mehr. Einen gesetzlichen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente wegen Berufsunfähigkeit habe er nach eigener Darstellung nicht mehr; zugleich seien die Hürden für eine Anerkennung größer geworden.

Der Handwerker sprach auch über die Belastungen, die eine späte Arbeitslosigkeit mit sich bringe. Im Mittelpunkt seines Anliegens standen jedoch nicht seine eigenen Probleme, sondern die Zukunft des Handwerks.

> „Für mich ist es zu spät, doch es muss mehr dafür getan werden, dass junge Leute diese Berufe übernehmen wollen.“ – Udo Meyer, zitiert vom Nordkurier

Meyer warnte vor dem Nachwuchsmangel. Wenn die Politik nicht dafür sorge, dass die Branche attraktiv bleibe, habe sie keine Zukunft. Dazu gehöre aus seiner Sicht auch eine sichere Perspektive im Krankheitsfall.

Der Handwerker forderte mehr Wertschätzung für seinen Berufsstand und kritisierte: „Wir werden von der Merz-Regierung in den Hintern getreten.“ Eine weitere Erhöhung des Rentenalters sei im Handwerk nicht einfach umzusetzen.

Von Manuela Schwesig erhofft sich Meyer mehr Verständnis. Seine Partnerin Evelin Prinz sagte, Schwesig spreche verständlich und man merke, dass sie wisse, wovon sie spreche.

Auch Erik von Malottki, der für die SPD ein Direktmandat in Neubrandenburg anstrebt, beteiligte sich an dem Gespräch. Er tauschte mit Meyer und Prinz Kontakte aus; ein weiteres Treffen habe bereits stattgefunden.

**Infobox:** Udo Meyer berichtet von 45 Jahren Arbeit, gesundheitlichen Problemen und Arbeitslosigkeit. Sein politisches Anliegen ist eine bessere Perspektive für junge Menschen im Handwerk und eine Absicherung im Krankheitsfall.

**Quelle: Nordkurier**

## Alice Weidel grenzt AfD-Migrationspolitik von pauschaler Ausländerfeindlichkeit ab

AfD-Co-Chefin Alice Weidel hat nach dem Wahlsieg ihrer Partei in Sachsen-Anhalt erklärt, Ausländer und Menschen mit Migrationsgeschichte müssten keine Angst vor einer Regierungsübernahme der AfD haben. Sie betonte, willkommen sei jeder, der sich positiv in die Gesellschaft einbringe, arbeiten wolle, qualifiziert sei, Steuern zahle und sich an Recht und Ordnung halte.

Weidel wies die Vorstellung zurück, der AfD gehe es grundsätzlich um die Unterscheidung zwischen Ausländern und Nichtausländern. Gleiches gelte für die Frage, ob Menschen einen Migrationshintergrund hätten oder nicht.

> „Uns geht es nicht um Ausländer oder nicht. Oder um Menschen mit Migrationshintergrund oder nicht.“ – Alice Weidel, zitiert von der Rheinpfalz

Gleichzeitig kritisierte Weidel die aktuelle Bundesregierung. Die AfD wolle keine ungeordnete und illegale Zuwanderung über offene Grenzen, die maßgeblich von Unqualifizierten in die Sozialsysteme führe.

Weidel stellte diese Position den Aussagen von Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) gegenüber. Bas hatte im Mai in der Regierungsbefragung im Bundestag auf eine Frage des AfD-Abgeordneten René Springer erklärt: „Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein.“ Diese Aussage sei auch in der Union kritisiert worden.

Weidel sprach zudem über ihre Wahrnehmung der Situation in deutschen Großstädten und über Ängste der Bevölkerung. Sie behauptete, Kinder würden in Schulen drangsaliert, weil sie zur Minderheit gehörten oder Christen seien.

Die Aussagen fallen in eine politische Debatte über Migration, Integration und die Rolle der AfD nach dem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt. Weidel verband dabei die Begrüßung qualifizierter und integrationsbereiter Menschen mit einer scharfen Ablehnung illegaler und ungeordneter Zuwanderung.

**Infobox:** Alice Weidel erklärt, Menschen mit Migrationsgeschichte müssten unter einer AfD-Regierung keine Angst haben, wenn sie sich positiv in die Gesellschaft einbringen. Zugleich fordert sie eine Begrenzung ungeordneter und illegaler Zuwanderung.

**Quelle: Die Rheinpfalz**

## Meta einigt sich mit 29 US-Bundesstaaten auf Vergleich über 16,68 Mrd. $

Das Social-Media-Unternehmen Meta hat sich in einem Rechtsstreit mit 29 US-Bundesstaaten auf einen Vergleich über 16,68 Mrd. $ geeinigt. Die Klägerinnen und Kläger werfen dem Unternehmen vor, seine Plattformen so gestaltet zu haben, dass sie junge Nutzende abhängig machen.

Nach Darstellung der Klage könnten dadurch Angstzustände, Depressionen und sogar Suizide gefördert werden. Zu Meta gehören unter anderem Facebook und Instagram.

Statt eines Gerichtsurteils sieht der Vergleich eine Geldzahlung an die Bundesstaaten sowie Änderungen an den Plattformen vor. Minderjährige sollen die Dienste künftig nur noch 2 Stunden am Tag nutzen können.

| Vorgesehene Regelung | Angabe | 

| Vergleichssumme | 16,68 Mrd. $ | 

| Tägliche Nutzungsdauer für Minderjährige | 2 Stunden am Tag | 

| Geltungsbereich | 48 US-Bundesstaaten | 

| Ausgenommene Staaten | New Mexico und Florida | 

| Altersgrenze für die Nutzung | unter 18 Jahren | 

| Nutzungsverbot | Unter-13-Jährige | 

Während der Schulzeit und nachts sollen jugendliche Nutzende keine Benachrichtigungen erhalten. Zusätzlich soll ein nicht-personalisierter Feed angeboten werden, um endloses Scrollen zu vermeiden.

Nur Eltern sollen die Einschränkungen aufheben können. Sie sollen außerdem mehr Kontrollmöglichkeiten erhalten. Die Regeln gelten für Nutzende unter 18 Jahren; Unter-13-Jährige sollen die Meta-Dienste nicht nutzen dürfen.

Die Einigung gilt vorerst in 48 US-Bundesstaaten. New Mexico und Florida haben sich dem Deal nicht angeschlossen. Das Gericht muss dem Vergleich noch zustimmen.

Der Prozess und die vereinbarte Zahlung werden als wegweisend beschrieben. Fachleute erwarten eine Vorbildwirkung für Europa. Für Meta würde der Deal ein Urteil und möglicherweise eine höhere Strafe vermeiden.

Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück und verweist auf bereits bestehende Schutzmaßnahmen. Untersuchungen zufolge kann eine übermäßige Nutzung sozialer Medien abhängig machen oder zu Suchtsymptomen führen; wie viele Menschen Risikofaktoren zeigen, variiert zwischen den Studien.

**Infobox:** Meta hat sich mit 29 US-Bundesstaaten auf einen Vergleich über 16,68 Mrd. $ geeinigt. Vorgesehen sind unter anderem eine Nutzungsgrenze von 2 Stunden am Tag für Minderjährige, weniger Benachrichtigungen und ein nicht-personalisierter Feed.

**Quelle: bpb.de**

## Pegah Edalatian sieht für die Grünen einen politischen Auftrag in Sachsen-Anhalt

Pegah Edalatian, Generalsekretärin von Bündnis 90/Die Grünen, hat sich zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt geäußert. Das ZDFheute-Video trägt den Titel „Auftrag, jetzt in der Politik da zu sein“.

Der Beitrag ordnet Edalatian als Generalsekretärin der Grünen ein und stellt ihre Aussagen in den Zusammenhang mit der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Weitere inhaltliche Angaben enthält der vorliegende Beitrag nicht.

**Infobox:** Pegah Edalatian spricht im ZDFheute-Beitrag über den politischen Auftrag der Grünen im Zusammenhang mit der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

**Quelle: ZDFheute**

## Fünf Bücher sollen politische Entwicklungen in Deutschland einordnen

MDR KULTUR stellt fünf Sachbücher vor, die sich mit dem Rechtsruck, Erfolgen der AfD, gesellschaftlicher Spaltung und der politischen Lage in Ostdeutschland beschäftigen. Die Auswahl versteht sich als Orientierung und als Möglichkeit, unterschiedliche Perspektiven auf aktuelle politische Debatten kennenzulernen.

Die Bücher behandeln unter anderem das Verhältnis von Stadt und Land, den Aufstieg der extremen Rechten, den Umgang mit der AfD, die Entwicklung Ostdeutschlands und die Radikalisierung junger Menschen.

- Andreas Möller: „Die Unterschätzten. Warum sich unsere Zukunft auf dem Land entscheidet“

- Michael Kraske und Dirk Laabs: „Widersetzt euch! Wie wir gemeinsam den neuen Faschismus besiegen“

- Olaf Sundermeyer: „Blaues Land. Über Leben mit der AfD“

- Marieke Reimann: „Zweite Wende. Wieso Ostdeutschland uns alle angeht“

- Manuela Müller: „Die Jugend malt wieder Hakenkreuze. Von der Radikalisierung einer Generation“

## Andreas Möller: „Die Unterschätzten“

Andreas Möller beschäftigt sich mit der Frage, warum sich viele Menschen in ländlichen Regionen von Politik und Öffentlichkeit nicht ausreichend wahrgenommen fühlen. Im Mittelpunkt steht sein Jugendfreund Hendrik, ein Landwirt mit eigenen Sorgen, Problemen, Ansichten und Nahbarkeiten.

Möller beschreibt den ländlichen Raum nicht als Randzone der Republik, sondern als Schlüsselraum für Demokratie, Wirtschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Buch plädiert dafür, das Land als Zukunftsraum für Wirtschaft, Demokratie, Energieversorgung und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu betrachten.

| Angabe | Wert | 

| Autor | Andreas Möller | 

| Verlag | Rowohlt Berlin | 

| ISBN | 978-3-7371-0234-6 | 

| Umfang | 208 Seiten | 

| Preis | 24 Euro | 

**Infobox:** Das Buch untersucht die politische und gesellschaftliche Bedeutung ländlicher Räume und versteht sich als Plädoyer für eine stärkere Beachtung des Landes.

## „Widersetzt euch!“: Aufruf zur demokratischen Gegenmobilisierung

Michael Kraske und Dirk Laabs wollen mit ihrem Buch konkrete Handlungsanweisungen für Einzelne, Schulen, Medien, Kultur und Politik geben. Beide Autoren sind investigative Journalisten und Kenner der rechtsextremen Szene.

Das Buch knüpft an „Angriff auf Deutschland“ an und will die AfD nicht vor allem analysieren, sondern ihren politischen und gesellschaftlichen Aufstieg stoppen. Es wird als direkter und lösungsorientierter Aufruf zur demokratischen Gegenmobilisierung beschrieben.

| Angabe | Wert | 

| Autoren | Michael Kraske und Dirk Laabs | 

| Verlag | KiWi-Paperback | 

| ISBN | 978-3-462-01576-8 | 

| Umfang | 352 Seiten | 

| Preis | 20 Euro | 

**Infobox:** Kraske und Laabs richten sich an Menschen, die nach konkreten Möglichkeiten suchen, demokratischer Gegenmobilisierung Raum zu geben.

## Olaf Sundermeyer analysiert das Leben mit der AfD

Olaf Sundermeyer recherchiert laut MDR seit fast zwei Jahrzehnten zum Erstarken des Rechtsextremismus. In „Blaues Land. Über Leben mit der AfD“ untersucht er, wie sich eine Gesellschaft verändert, während die AfD zum Machtfaktor wird.

Das Buch beschreibt unter anderem, wie die Partei Jugendliche mit Camps an sich bindet, soziale Medien nutzt und vor allem Männer mobilisiert. Sundermeyer stellt außerdem einen Unterschied zwischen der Ost-Riege und dem West-Kader der Partei heraus und betrachtet die Entwicklungen im Osten als Test für ganz Deutschland.

| Angabe | Wert | 

| Autor | Olaf Sundermeyer | 

| Verlag | Herder | 

| Erscheinungsjahr | 2026 | 

| ISBN | 978-3451074011 | 

| Umfang | 256 Seiten | 

| Preis | 22 Euro | 

**Infobox:** Sundermeyer verbindet eine Analyse des gegenwärtigen Einflusses der AfD mit einem Blick auf mögliche politische und gesellschaftliche Folgen.

## „Zweite Wende“ richtet den Blick auf Ostdeutschland

Marieke Reimann verbindet persönliche Reportage mit soziologischer Recherche sowie Fakten aus Wissenschaft und Ökonomie. Sie beschäftigt sich mit Vermögensunterschieden, fehlenden Ostdeutschen in Führungsetagen und den Ursachen dafür.

Das Buch fragt, weshalb diese Zustände auch 36 Jahre nach der Wiedervereinigung fortbestehen. Reimann plädiert für ein differenzierteres Bild Ostdeutschlands und dafür, dass Ost und West voneinander lernen.

| Angabe | Wert | 

| Autorin | Marieke Reimann | 

| Verlag | Rowohlt Hardcover | 

| ISBN | 978-3-498-00977-9 | 

| Umfang | 240 Seiten | 

| Preis | 22 Euro | 

**Infobox:** Das Buch untersucht anhaltende Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland und fordert einen nüchternen sowie facettenreichen Blick auf den Osten.

## Manuela Müller beschreibt die Radikalisierung einer Generation

Manuela Müller blickt in ihrer ostdeutschen Heimat dorthin, wo andere lieber wegschauen. Sie beschreibt unter anderem, wie aus einem Simson-Moped-Treffen ein Szenetreff geworden sei und wie Hitlergrüße beiläufig und fast selbstverständlich fielen.

Besonders richtet sich ihr Blick auf Jugendliche, die zwischen dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit und einer Radikalisierung stehen, die sie selbst kaum als solche wahrnehmen. Für diese jungen Menschen sei „Rechtssein“ längst ein Lebensgefühl und keine Ideologie mehr.

| Angabe | Wert | 

| Autorin | Manuela Müller | 

| Verlag | Tropen | 

| ISBN | 978-3608502985 | 

| Umfang | 240 Seiten | 

| Preis | 18 Euro | 

**Infobox:** Müller warnt vor einer Radikalisierung junger Menschen und beschreibt ihr Buch als persönlichen Weckruf mit dem dringenden Appell zum Handeln.

**Gesamtfazit des MDR-Beitrags:** Die fünf Bücher beleuchten politische Entwicklungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Sie reichen von den Herausforderungen ländlicher Räume über den Umgang mit der extremen Rechten bis zu Fragen der deutschen Einheit und der Radikalisierung junger Menschen.

**Quelle: MDR.de**

## Einschätzung der Redaktion

Die Themen zeigen eine Demokratie unter wachsendem Druck: Repräsentationsdefizite, digitale Gewalt, soziale Unsicherheit, Migration, Radikalisierung und der Vertrauensverlust in ländlichen Regionen verstärken sich gegenseitig. Entscheidend ist, ob Politik aus diesen Signalen konkrete Verbesserungen ableitet – bei Schutz, sozialer Absicherung, politischer Teilhabe und demokratischer Bildung. Symbolische Debatten allein werden die Ursachen nicht beheben.

**Infobox:** Die zentrale Herausforderung besteht darin, Vertrauen und Beteiligung praktisch zu stärken, bevor Rückzug, Polarisierung und politische Radikalisierung weiter zunehmen.

Quellen:
- [„33 Prozent sind zu wenig“: Bundestagspräsidentin Klöckner will Frauen in der Politik stärken](https://rp-online.de/politik/deutschland/julia-kloeckner-will-frauen-in-der-politik-staerken_aid-154248935)
- [„Für mich zu spät“: Krank nach 45 Jahren Arbeit – was ein Handwerker jetzt von der Politik erwartet](https://www.nordkurier.de/regional/neubrandenburg/fuer-mich-ist-es-zu-spaet-krank-nach-45-jahren-arbeit-was-ein-handwerker-jetzt-von-der-politik-buergerfrage-4831142)
- [Wei­del: «Uns geht es nicht um Aus­län­der oder nicht»](https://www.rheinpfalz.de/politik_artikel,-weidel-uns-geht-es-nicht-um-ausl%C3%A4nder-oder-nicht-_arid,5926819.html)
- [Prozess gegen Meta](https://www.bpb.de/kurz-knapp/taegliche-dosis-politik/581240/prozess-gegen-meta/)
- [Pegah Edalatian (Grüne) "Auftrag, jetzt in der Politik da zu sein"](https://www.zdfheute.de/video/phoenix-vor-ort/phoenix-pegah-edalatian-gruene-auftrag-jetzt-in-der-politik-da-zu-sein-100.html)
- [5 Bücher, die helfen, politisch den Überblick zu behalten](https://www.mdr.de/kultur/literatur/afd,buchtipps-landtagswahl-100.html)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [politik-ratgeber.de](https://politik-ratgeber.de/politik-news-frauenanteil-bleibt-niedrig-migration-und-afd-im-fokus/)*
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