Drohnenangriff, AfD-Streit und Nordkoreas Machtkonzentration im Fokus
Autor: Politik-Ratgeber Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Der Pressespiegel behandelt Kims Machtkonzentration in Nordkorea, den Streit um politische Äußerungen beim Glücksgefühle-Festival und Kontroversen der Russland-Politik.
Von der Machtkonzentration in Nordkorea über den Streit um politische Äußerungen auf Festivalbühnen bis zur deutschen Russland-Politik: Der Pressespiegel zeigt, wie kontrovers politische Entscheidungen, gesellschaftliche Debatten und internationale Konflikte derzeit geführt werden.
Nordkorea: Studie sieht Machtmonopol von Kim Jong Un weiter ausgebaut
Nordkoreanische Experten haben nach Angaben von ntv.de eine weitere Konzentration der Macht bei Staatschef Kim Jong Un festgestellt. Eine Studie des Instituts für nationale Sicherheitsstrategie (INSS) in Seoul kommt demnach zu dem Ergebnis, dass Änderungen an den Regeln der herrschenden Arbeiterpartei Kims Autorität stärken und die Kontrolle der Partei über Staat und Militär weiter institutionalisieren.
Die INSS-Experten analysierten einen Parteitag, der im Februar in Nordkorea stattfand. Die neuen Parteistatuten ordneten die politische Entwicklung laut der Studie in eine „Ära Kim Jong Un 2.0“ ein. Kim ist demnach als Generalsekretär der Partei mit weiterreichenden Befugnissen ausgestattet worden. Dazu zählen die Möglichkeit, wichtige Posten neu zu besetzen, Parteimitglieder aufzunehmen oder auszuschließen sowie Parteiorganisationen aufzulösen.
Besonders deutlich zeigt sich die neue Schwerpunktsetzung laut INSS an den gestrichenen Verweisen auf die Errungenschaften von Kims Großvater und Staatsgründer Kim Il Sung sowie seines Vaters Kim Jong Il. Stattdessen werde die zentrale Rolle Kim Jong Uns betont. Der Staatschef könne dadurch direkter handeln, ohne auf Parteigremien angewiesen zu sein.
Weitere Änderungen sollen die zentrale Aufsicht über Regierungs- und Militärangelegenheiten verschärfen. In Kriegszeiten darf das Politbüro wichtige Entscheidungen treffen, um Verzögerungen durch die Einberufung des gesamten Komitees zu vermeiden.
Die neuen Regeln halten außerdem an Nordkoreas Abkehr von der langjährigen Wiedervereinigungspolitik mit Südkorea fest. Entsprechende Passagen waren bereits 2024 im Rahmen der Doktrin der „zwei feindlichen Staaten“ gestrichen worden.
Die koreanische Halbinsel bleibt seit dem Ende des Koreakriegs 1953 geteilt; ein Friedensvertrag existiert bis heute nicht. Wegen des nordkoreanischen Atomwaffen- und Raketenprogramms gelten seit 2006 UN-Sanktionen gegen das weitgehend abgeschottete Land. Südkorea ist mit den USA verbündet, während Kim Jong Un zu Russlands Staatschef Wladimir Putin ein enges Verhältnis pflegt und ihn im Ukraine-Krieg unterstützt. Auch China wird als Verbündeter Nordkoreas genannt.
„Ära Kim Jong Un 2.0“
Zusammenfassung: Laut der vom INSS analysierten Parteitagsbeschlüsse werden Kims persönliche Befugnisse ausgeweitet, die Kontrolle über Partei, Staat und Militär zentralisiert und frühere Bezüge auf seine Vorfahren zurückgenommen.
Glücksgefühle-Festival: Ausladung von Alphaville löst Debatte über Politik und Pop aus
Das SWR berichtet über die kurzfristige Ausladung der deutschen Synthie-Pop-Band Alphaville vom Glücksgefühle-Festival am Hockenheimring. Die Veranstalter begründeten die Absage laut einem von Alphaville zitierten Schreiben damit, dass auf der Bühne „keine politischen Themen oder Äußerungen jeglicher Art“ geduldet würden.
Das Festival soll vier Tage dauern und mehr als 50 Acts auf drei Bühnen präsentieren. Genannt werden unter anderem David Guetta, Ayliva, Marteria, Nura, Andreas Gabalier und Scooter. Alphaville um Sänger Marian Gold war für Freitag vorgesehen, gehört nach der Absage jedoch nicht mehr zum Programm.
Alphaville bezeichnete die Entscheidung als „Maulkorberlass“ und sieht die Meinungs-, Rede- und Kunstfreiheit eingeschränkt. Die Veranstalter weisen dagegen zurück, dass die Band wegen ihrer konkreten politischen Haltung ausgeladen worden sei. Sie erklären, es gehe ausschließlich um den Rahmen der Veranstaltung und nicht darum, Marian Gold oder Alphaville eine persönliche Meinung abzusprechen.
In ihrer Stellungnahme betonen die Organisatoren, das Festival sei „komplett unpolitisch“. Diese Vorgabe gelte unabhängig davon, ob eine Äußerung von rechts, links oder aus einer anderen politischen Richtung komme. Die Bühne solle der Musik und nicht politischen Auseinandersetzungen gehören.
Nach Darstellung der Veranstalter war Alphaville bereits bei zwei anderen Veranstaltungen zu Gast. Bei der ersten Veranstaltung habe es zahlreiche politische Äußerungen von der Bühne gegeben. Vor einem zweiten Auftritt sei die Band ausdrücklich darauf hingewiesen worden, dass dies nicht gewünscht sei; bei diesem Auftritt sei die Vorgabe eingehalten worden. Vor dem Glücksgefühle-Festival sei die Position erneut kommuniziert worden, worauf sich Veranstalter und Band letztlich nicht einigen konnten.
Der SWR stellt infrage, wie eindeutig sich Pop und Politik voneinander trennen lassen. Im Line-up befinden sich demnach Künstler, die mit gesellschaftskritischen Aussagen oder öffentlichen politischen Positionen verbunden sind. Nura verknüpfe ihre Konzerte ausdrücklich mit gesellschaftskritischen Statements, während Marteria öffentlich gegen einen möglichen Wahlsieg der AfD in Mecklenburg-Vorpommern Stellung bezogen habe.
Auch Andreas Gabalier wird als Beispiel für die schwierige Grenzziehung angeführt. Seine öffentlichen Äußerungen zu Heimat, Geschlechterrollen und gesellschaftlichem Wandel würden seit Jahren politisch gelesen. Damit stelle sich die Frage, welche Aussagen auf einer Glücksgefühle-Bühne noch als Unterhaltung gelten und welche als politische Äußerung eingeordnet werden.
Der Artikel beschreibt die Trennung von Pop und Politik als künstlich, weil Livekultur nicht nur aus den gespielten Liedern bestehe. Ansagen, Gesten, Kleidung, Selbstinszenierung und die direkte Ansprache des Publikums seien ebenfalls Teil eines Konzerts. Wer politische Äußerungen grundsätzlich ausschließen wolle, müsse daher fortlaufend festlegen, was noch bloße Unterhaltung sei.
Das Festival wird als Erlebnisangebot beschrieben, das weniger auf eine bestimmte Musikszene oder ein Genre als auf ein möglichst gelungenes Wochenende ausgerichtet sei. Hinter Glücksgefühle stehen Musikmanager Markus Krampe und der ehemalige Fußballprofi Lukas Podolski. Krampe sagte 2024 über die Entstehung des Festivals: „Weder Lukas noch ich waren früher je auf einem Festival. Wir haben einfach überlegt, was zu einem schönen Wochenende gehört.“
Die Marketingbegriffe „Good Vibes Only“, „Endorphine garantiert“ und „Nicht dabei sein ist keine Option“ verkauften nach Darstellung des SWR weniger einen bestimmten Sound als einen emotionalen Zustand. Fahrgeschäfte, Erlebnisbereiche und Markenpartnerschaften machten das Festival zu einem Gesamtprodukt. Die Alphaville-Absage verleihe „Good Vibes Only“ dabei eine zusätzliche Bedeutung: Gute Stimmung solle erhalten bleiben, politische Reibung dagegen nicht auf der Bühne stattfinden.
Für 2026 wirbt das Festival mit bis zu 250.000 Festivalbesuchern, einer Million Quadratmetern Fläche und 30.000 Campern. Es bezeichnet sich außerdem als „größtes Musikfestival Deutschlands“. Der SWR weist darauf hin, dass bereits bei der Premiere 2023 die Besucherzahlen unterschiedlich zu bewerten seien: Damals wurden mehr als 135.000 Besucher gemeldet. Zugleich wurden rund 15.000 Gäste bei der Preparty, 55.000 am Freitag und 65.000 am Samstag genannt. Wer an mehreren Tagen anwesend war, wurde dabei zweimal gezählt.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Acts | Mehr als 50 |
| Für 2026 beworbene Festivalbesucher | Bis zu 250.000 |
| Beworbene Fläche | Eine Million Quadratmeter |
| Beworbene Camper | 30.000 |
| Gemeldete Besucher 2023 | Mehr als 135.000 |
| Preparty 2023 | Rund 15.000 Gäste |
| Freitag 2023 | 55.000 Gäste |
| Samstag 2023 | 65.000 Gäste |
Zusätzlich kritisiert der Artikel das Konsummodell und das verpflichtende Bezahlsystem des Festivals. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat im August Unterlassungsklage gegen die Veranstaltergesellschaft eingereicht. Beanstandet werden unter anderem eine Gebühr beim verpflichtenden Bezahlsystem und Regelungen zur Rückerstattung von Restguthaben.
Die Ausladung wird im Internet kontrovers diskutiert und hat laut SWR bis zu Boykottaufrufen geführt. Auf den Social-Media-Kanälen des Festivals würden Kommentare mit dem Begriff „Alphaville“ offenbar durch einen Wortfilter ausgeblendet. Damit sei auch die Diskussion über die Entscheidung auf den eigenen Kanälen eingeschränkt.
Infobox: Das Festival unterscheidet zwischen der politischen Haltung von Künstlern und politischen Äußerungen auf der Bühne. Der Konflikt mit Alphaville zeigt laut SWR, dass diese Trennung in der Livekultur nur schwer eindeutig umzusetzen ist.
Unternehmen wünschen sich härtere EU-Politik gegenüber China
boerse.de führt unter der Überschrift „Umfrage: Unternehmen möchten härtere EU-Politik gegen China“ eine entsprechende Meldung. Als Quelle der Nachricht wird dpa-AFX genannt.
Der bereitgestellte Inhalt enthält jedoch keine Angaben zu den befragten Unternehmen, zum Umfang der Umfrage oder zu konkreten Forderungen. Auch Ergebnisse, Prozentwerte oder weitere Fakten zur Haltung der Unternehmen gegenüber China werden in dem verfügbaren Text nicht genannt.
Zusammenfassung: Die Meldung verweist auf eine Umfrage zu einer härteren EU-Politik gegenüber China; konkrete Umfrageergebnisse sind im vorliegenden Quelltext nicht enthalten.
WHO plant Kurs zu Politik und Führungskompetenz für psychische Gesundheit
Die World Health Organization (WHO) kündigt einen Kurs zu Politik und Führungskompetenz im Bereich psychische Gesundheit an. Ziel ist der Aufbau von Führungskapazitäten bei Nachwuchskräften und die Heranbildung der nächsten Generation von Führungskräften im Bereich psychische Gesundheit.
Teilnehmer sollen ihre Fähigkeiten zur Gestaltung und Umsetzung einer evidenzbasierten Politik im Bereich psychische Gesundheit stärken. Außerdem sollen sie mit WHO-Experten und Fachkollegen aus Ländern der Europäischen Union, Island und Norwegen zusammenarbeiten.
Der Kurs soll Ansätze zur Stärkung der Systeme für psychische Gesundheit und zum Abbau von Ungleichheiten vermitteln. Darüber hinaus ist der Aufbau eines Netzwerks für länderübergreifende Zusammenarbeit und den Austausch unter Fachkollegen vorgesehen.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis von psychischer Gesundheit und den dazugehörigen Systemen. Behandelt werden deren Organisation und Funktionsweise sowie die Frage, wie Daten zur Prävalenz und zu den Bedürfnissen der Bevölkerung in politische Entscheidungen einfließen können. Zudem geht es um die zentralen Elemente wirksamer Systeme für psychische Gesundheit.
Ein weiterer Bereich befasst sich mit der Umsetzung politischer Konzepte. Dabei werden Herausforderungen und Chancen bei der Leistungserbringung im Bereich psychische Gesundheit behandelt, einschließlich des Kurswechsels hin zu gemeindenaher und integrierter Versorgung.
Zum Kursinhalt gehören außerdem die Kompetenzen des Personals, Rechtsvorschriften und Menschenrechte sowie die Rolle der Finanzierung bei der Gestaltung der Angebote. Die WHO verbindet diese Themen mit der Frage, wie Versorgungssysteme praktisch weiterentwickelt werden können.
Unter dem Schwerpunkt Führung bei Veränderungen in der Politik im Bereich psychische Gesundheit sollen Ansätze für Führungskompetenz und evidenzbasierte Reformen vermittelt werden. Im Mittelpunkt stehen die Übertragung politischer Konzepte in die Praxis sowie eine konstruktive Beteiligung und Mitgestaltung durch Menschen mit gelebten Erfahrungen.
Der Kurs setzt zudem auf länder- und institutionenübergreifendes Lernen. Die WHO stellt damit den Austausch zwischen Fachleuten und die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg in den Mittelpunkt.
- Stärkung der Fähigkeiten zur Umsetzung evidenzbasierter Politik
- Zusammenarbeit mit WHO-Experten und Fachkollegen
- Weiterentwicklung der Systeme für psychische Gesundheit
- Abbau von Ungleichheiten
- Aufbau eines länderübergreifenden Netzwerks
Infobox: Der WHO-Kurs konzentriert sich auf evidenzbasierte Politik, Führungskompetenz, integrierte und gemeindenahe Versorgung, Menschenrechte, Finanzierung sowie die Beteiligung von Menschen mit gelebten Erfahrungen.
Debatte in der CDU über die „Brandmauer“ zur AfD
WELT beschreibt eine innerparteiliche Auseinandersetzung der CDU über die Strategie der „Brandmauer“ zur AfD. Die Christdemokraten hätten die AfD bereits ausgegrenzt, als diese noch als „Professorenpartei“ wahrgenommen worden sei. Heute stehe die CDU laut dem Beitrag vor den Folgen dieser Strategie.
Der Artikel stellt die These auf, dass eine Kurskorrektur die CDU zerreißen könnte, zugleich aber möglicherweise der einzige Ausweg sei. Im Mittelpunkt steht damit das Spannungsverhältnis zwischen der Abgrenzung zur AfD und dem politischen Umgang mit einer Partei, die in dem Beitrag als extreme Rechte eingeordnet wird.
Als weitere Bezugspunkte nennt WELT die CDU, Friedrich Merz, Angela Merkel sowie die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Der Beitrag ordnet die Debatte als strategisches Dilemma der CDU ein und stellt die Frage, ob die bisherige Abgrenzungspolitik die Partei dauerhaft stabilisieren oder selbst beschädigen könnte.
Zusammenfassung: Laut WELT steht die CDU vor einem Konflikt über den weiteren Umgang mit der AfD: Eine Fortsetzung der „Brandmauer“ und eine mögliche Kurskorrektur werden als jeweils riskante Optionen dargestellt.
Kritik an Merz’ Reaktion auf Drohnenangriff in Leipzig
Euractiv.com berichtet über Kritik aus der CDU an der Reaktion der Bundesregierung auf den Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle. Der CDU-Sicherheitsexperte Roderich Kiesewetter sagte demnach, die Reaktion Berlins könne in Moskau als Zeichen der Schwäche gewertet werden.
Die Bundesregierung hatte Maßnahmen gegen Russland angekündigt. Innenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul stellten eine Reihe von Maßnahmen vor. Bundeskanzler Friedrich Merz trat dabei nicht selbst vor die Presse, was Kiesewetter als Zeichen der Deeskalation bewertete.
Wadephul hatte bereits während einer Reise nach Algerien erklärt, Deutschland werde nicht „überreagieren“. Nach Informationen von Euractiv drängte Wadephul innerhalb der Bundesregierung auf Zurückhaltung bei der Zuweisung der Verantwortung für den Angriff und bei der Ankündigung von Maßnahmen. Dobrindt habe hingegen länger darauf gedrängt, Russland öffentlich als Urheber zu benennen.
Die Bundesregierung diskutierte laut dem Bericht auch mögliche Auswirkungen auf bevorstehende Landtagswahlen in Ostdeutschland. Dort treten drei prorussische Parteien gegeneinander an: die AfD, Die Linke und das BSW.
Angesichts der Schwere der mutmaßlichen russischen Angriffe auf kritische Infrastruktur in Deutschland seien die angekündigten Maßnahmen nach Einschätzung eines Regierungsvertreters relativ mild ausgefallen. Der Sicherheitsexperte Hans-Jakob Schindler erklärte gegenüber Euractiv, es sei unklar, ob der Drohnenangriff wegen einer fehlerhaften Ausführung gescheitert sei oder ob es sich um eine absichtliche Drohung beziehungsweise eine „letzte Warnung“ aus Moskau gehandelt habe.
„Im letzteren Fall stünden wir tatsächlich am Rande eines hybriden Krieges“
Schindler hält ein entschlosseneres Vorgehen gegen die russische Schattenflotte für sinnvoll. Deren Schiffe unterlägen ohnehin meist Sanktionen, verfügten oft nicht über eine ordnungsgemäße Versicherung und seien wegen schlechter Wartungsstandards eine Gefahr für den Seeverkehr.
Kiesewetter kritisierte Wadephul außerdem dafür, sein Bedauern über den Zustand der deutsch-russischen Beziehungen geäußert zu haben, während er sich kaum zur Ukraine geäußert habe. Dies werde in Moskau als Zeichen der Schwäche interpretiert.
Zu den angekündigten Maßnahmen zählte laut Kiesewetter auch die mögliche Schließung des Russischen Hauses. Er erklärte, diese Forderung hätten er und andere bereits seit drei Jahren erhoben. Unklar sei jedoch, ob die Schließung sofort erfolge oder wie die Kündigungsfrist gehandhabt werde.
Weitere Kritik richtete sich darauf, dass Rosatom, die russische Atomenergiebehörde, nicht mit Sanktionen belegt wurde. Russische Techniker dürften weiterhin Brennstäbe in Deutschland wiederaufbereiten. Auch die Bewegungsfreiheit russischer Diplomaten werde nicht eingeschränkt.
Beim Umgang mit der russischen Schattenflotte verfolge Deutschland laut dem Bericht einen zurückhaltenderen Ansatz als Schweden und Finnland. Diese beiden Länder unterzögen Schiffe der russischen Schattenflotte wiederholt Umweltkontrollen.
Darüber hinaus habe die Bundesregierung darauf verzichtet, ukrainische Soldaten im Umgang mit der Taurus-Marschflugrakete auszubilden. Merz hatte als Oppositionsführer versprochen, der Ukraine diese Waffe zur Verfügung zu stellen.
| Genannte Akteure | Funktion oder Zuordnung |
|---|---|
| Friedrich Merz | Bundeskanzler |
| Roderich Kiesewetter | CDU-Sicherheitsexperte |
| Alexander Dobrindt | Innenminister |
| Johann Wadephul | Außenminister |
| Hans-Jakob Schindler | Sicherheitsexperte |
| Wladimir Putin | Russlands Staatschef |
Kiesewetter warnte, dass die Signale aus Berlin in Moskau deutlich wahrgenommen würden. Wladimir Putin werde die zurückhaltende Reaktion Deutschlands „schlicht als Bestätigung dafür betrachten, dass er auf dem richtigen Kurs ist“.
Infobox: Der Streit dreht sich um die Bewertung des Drohnenangriffs, den Umfang deutscher Maßnahmen gegen Russland und die Frage, ob die Reaktion der Bundesregierung Abschreckung oder Deeskalation signalisiert.
Einschätzung der Redaktion
Die Entwicklung stärkt Kims persönliche Entscheidungsgewalt und verringert institutionelle Gegengewichte innerhalb des nordkoreanischen Systems. Dadurch wird die politische Linie berechenbarer, zugleich aber stärker von einer einzelnen Führungsperson abhängig. Besonders relevant ist die dauerhafte Abkehr von einer Wiedervereinigungsperspektive: Sie erhöht das Risiko, dass Spannungen mit Südkorea strukturell verfestigt werden.
Infobox: Nordkorea institutionalisiert eine noch stärker personalisierte Herrschaft und zementiert die Konfrontation mit Südkorea.
Einschätzung der Redaktion
Die Ausladung zeigt, dass ein ausdrücklich unpolitischer Veranstaltungsrahmen praktisch kaum trennscharf durchsetzbar ist. Sobald Künstler mit öffentlichen Positionen auftreten, wird bereits die Auswahl des Programms politisch interpretierbar. Das Vorgehen kann kurzfristig Konflikte vermeiden, birgt aber das Risiko, als selektive Einschränkung künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten wahrgenommen zu werden.
Infobox: Der Konflikt macht sichtbar, dass „unpolitische“ Livekultur bei großen Festivals nur begrenzt glaubwürdig und eindeutig organisierbar ist.
Einschätzung der Redaktion
Die politische Aussagekraft der Meldung bleibt ohne Angaben zu Stichprobe, Methodik und Ergebnissen gering. Eine belastbare Bewertung der Haltung von Unternehmen gegenüber China ist auf dieser Grundlage nicht möglich. Für die europäische China-Politik wären gerade die konkreten Forderungen und die Breite des Meinungsbildes entscheidend.
Infobox: Ohne überprüfbare Umfragedaten lässt sich die Bedeutung der behaupteten Forderung nach einer härteren EU-Politik nicht seriös einschätzen.
Einschätzung der Redaktion
Der Kurs setzt an einem zentralen Schwachpunkt vieler Gesundheitssysteme an: Politische Konzepte scheitern häufig nicht an fehlenden Erkenntnissen, sondern an ihrer Umsetzung. Die Verbindung von Führungsausbildung, Menschenrechten, Finanzierung und Erfahrungen Betroffener erhöht die Chance, dass Reformen dauerhaft tragfähig werden. Entscheidend bleibt, ob die erworbenen Kompetenzen anschließend in konkrete nationale Entscheidungen und verlässliche Versorgung überführt werden.
Infobox: Der Ansatz ist besonders relevant, weil er Fachwissen mit Umsetzungskompetenz und Beteiligung verbindet.
Einschätzung der Redaktion
Die Debatte über die „Brandmauer“ ist für die CDU strategisch grundlegend, weil sie zugleich Werteentscheidung, Regierungsoption und Abgrenzung des demokratischen Wettbewerbs berührt. Eine abrupte Kursänderung könnte das Vertrauen in die politische Linie beschädigen und innerparteiliche Konflikte verschärfen. Eine unveränderte Strategie bleibt dagegen erklärungsbedürftig, wenn dadurch Mehrheiten und Gestaltungsmöglichkeiten dauerhaft begrenzt werden.
Infobox: Die CDU muss zwischen klarer demokratischer Abgrenzung und politischer Handlungsfähigkeit abwägen, ohne ihre eigene Identität zu verwässern.
Einschätzung der Redaktion
Bei Angriffen auf kritische Infrastruktur wird die kommunikative Reaktion selbst zu einem sicherheitspolitischen Signal. Übermäßige Zurückhaltung kann Abschreckung schwächen, während vorschnelle Zuschreibungen Eskalationsrisiken erhöhen. Notwendig ist deshalb eine glaubwürdige Kombination aus belastbarer Beweislage, klaren Konsequenzen und sichtbarer Schutzbereitschaft.
Besonders problematisch wäre ein uneinheitliches Vorgehen bei Sanktionen, Schattenflotte und sicherheitsrelevanter Unterstützung. Widersprüchliche Signale können den Eindruck erzeugen, dass politische Rücksichtnahmen die Sicherheitsbewertung überlagern.
Infobox: Die zentrale Herausforderung besteht darin, Deeskalation nicht mit fehlender Entschlossenheit und Entschlossenheit nicht mit unkontrollierter Eskalation zu verwechseln.
Quellen:
- Vorfahren werden getilgt: Studie: Kim Jong Un treibt sein Machtmonopol auf die Spitze
- Pop ohne Politik? Warum das Glücksgefühle Festival an seinem eigenen Anspruch scheitert
- Umfrage: Unternehmen möchten härtere EU-Politik gegen China - boerse.de
- WHO-Kurs zu Politik und Führungskompetenz im Bereich psychische Gesundheit: Heranbildung der nächsten Generation von Führungskräften im Bereich psychische Gesundheit
- „Brandmauer“ sollte die AfD kleinkriegen - Jetzt könnte sie die CDU zerstören
- Leipzig: Merz wegen seiner Reaktion auf den russischen Angriff in der Kritik